Sebadoh | Neue EP Ende Juni, neues Album im Herbst

Foto: Jens Nordstrom

Foto: Jens Nordstrom

Vielleicht ist das ja nur meine subjektive Wahrnehmung, aber scheinbar melden sich die Altvorderen des Indie-Rock in den letzten Monaten gleich in Scharen aus dem Vorruhestand zurück. Ob es die älteren Herren einfach nochmal wissen möchten, oder den Umstand erkannt haben, dass viele ihrer treuen Fans von damals mittlerweile gesetzte Besserverdiener sind, die für exklusive Konzerte oder limitierte Vinyl-Sonderauflagen gerne auch einmal etwas tiefer in die Tasche greifen, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt (wahrscheinlich liegen die Beweggründe für die Comebacks in einer Kombination aus beidem).

Der langen Rede kurzer Sinn: Auch Sebadoh sind wieder zurück. Die vor einer Weile bei Bandcamp aufgetauchte “Secret EP” erscheint in Deutschland am 21. Juni bei Domino Records, am 13. September folgt dann mit “Defend Yourself” das erste Sebadoh-Album seit dem 1999 veröffentlichten “The Sebadoh”.

Sommerhits?

Der Sommer ist da! Das bedeutet einerseits, dass sich die angenehmen Dinge des Lebens wieder vornehmlich ins Freie verlegen (auf dem Bild oben der Sommerkiosk in Nürnberg), andererseits aber natürlich auch, dass wieder hauptsächlich fröhlichere und/oder entspanntere Lieder gehört werden wollen. Meinen potenziellen Sommerhit fürs Jahr 2013 habe ich zwar noch nicht gefunden, aber momentan bereitet mir diese schöne akustische Version des Cheers Elephant-Songs “Leaves” große Freunde. “Like Wind Blows Fire”, das letzten Mai erschienene aktuelle Album der Band aus Philadelphia, gibt es übrigens bei Bandcamp zu einem frei wählbaren Preis.

Deutlich folkiger, aber mindestens ebenso hörenswert: “Lantern”, der erste Vorbote der gleichnamigen neuen EP (erscheint am 29. Juli bei Wild Sound Recordings) des jungen Engländers Stylusboy.

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Eine weitere Sache, die zu jedem (Spät-) Sommer gehört, ist ein neuer Film von Woody Allen. Das diesjährige Werk (US-Kinostart ist am 26. Juli, ein Termin für Deutschland steht meines Wissens noch nicht fest) nennt sich “Blue Jasmine” – einen ersten recht vielversprechenden Trailer findet Ihr hier.

Rue Royale | Set Out to Discover (und NEUE TOURDATEN)

Rue Royale

[DIESER BLOGEINTRAG ERSCHIEN URSPRÜNGLICH AM 24. MAI, EIN PAAR NEUERUNGEN WURDEN AM 8. JUNI HINZUGEFÜGT]

Die Finanzierung des neuen Albums via Kickstarter ist bei Rue Royale wie am Schnürchen gelaufen und nun dürfen wir uns schon bald auf die dritte LP von Ruth und Brookln Dekker freuen. “Remedies Ahead” erscheint am 16. August bei Sinnbus, mit der Single “Set Out to Discover” (ab dem 21. Juni erhältlich) gibt es allerdings schon jetzt einen ersten Höreindruck.

Klassisches Rue Royale-Material, aber – zumindest nach den ersten Durchläufen – nicht mein neues Lieblingslied des sympathischen Duos.


Tourdaten:

16.09.13 Düsseldorf – FFT
17.09.13 Frankfurt – Ponyhof
19.09.13 Hamburg – Prinzenbar
20.09.13 Berlin – Privatclub
23.09.13 Nürnberg – Club Stereo

Frightened Rabbit | Late March, Death March EP

Frightened RabbitUnd schon wieder eine neue Veröffentlichung aus dem Hause Frightened Rabbit: Das Herzstück der aktuellen, leider nur digital erhältlichen EP bildet diesmal der Song “Late March, Death March”, der in der Albumversion und einer (für meinen Geschmack nicht ganz so berauschenden) alternativen Fassung zwei Mal vertreten ist. Abgerundet wird die fünf Songs starke Scheibe von zwei Live-Mitschnitten (“December’s Traditions” und “The Oil Slick”), sowie dem am Record Store Day erstmals erschienenen “The Architect”, einer hervorragenden Kooperation mit dem Manchester Orchestra, die den Kauf der EP dann doch interessant macht.

Download: Folkadelphia Session mit Field Report

Field ReportChris Porterfield war einst Mitglied der mittlerweile legendären, im Jahr 2006 aufgelösten Band DeYarmond Edison, aus der später Bon Iver und Megafaun hervorgingen. Er selbst ließ sich mit neuen musikalischen Projekten etwas länger Zeit als die ehemaligen Kollegen, doch mittlerweile hat er seinen Nachnamen ein wenig durchgewürfelt, Field Report gegründet und ein ziemlich starkes, selbstbetiteltes Album aufgenommen, das in den USA bereits seit September letzten Jahres erhältlich ist und am Freitag nun auch bei uns erscheint.

Inzwischen arbeiten Field Report bereits an ihrer zweiten LP – die unten zu hörenden “Matter of Degree” und “40/40″ sind brandneu, die beiden anderen Stücke der zum kostenlosen Download bereitstehenden Folkadelphia Session stammen vom aktuellen Werk. (via)

Radical Face | Neues Album und Tour im Herbst

Radical Face

Demnächst erfahren wir also endlich, wie es mit “The Family Tree”, der (fiktiven) Familiensaga aus der Feder von Radical Face, weitergeht. Ben Cooper hat den zweiten Teil “The Branches” offenbar fast fertiggestellt – das Album wird ebenso wie die Fortsetzung der EP-Serie “The Bastards” irgendwann im Herbst erscheinen.

Gegen Ende des Jahres stehen außerdem wieder ein paar Radical Face-Konzerte in Deutschland auf dem Programm. Dafür, dass die Europa-Tournee relativ kurz ausfallen wird, hat sich der Amerikaner vorsorglich auf höchst sympathische Weise entschuldigt (scheinbar haben Ben Cooper und ich eine ähnliche Vorstellung davon, wie man seine Zeit sinnvoll nutzt):

I’m sorry I’m not much of a road dog – I’m happier at home, reading books and sitting on porches.

Tourdaten:
19. November | Köln – Kulturkirche
20. November | Berlin – Lido
21. November | Hamburg – Uebel & Gefährlich
23. November | Offenbach – Hafen 2
24. November | Heidelberg – Karlstorbahnhof
25. November | München – Backstage

Calexico | Maybe On Monday EP (+ Tourdaten)

CalexicoEs ist eine über die Jahre liebgewonnene Tradition, dass Calexico zu jeder Tour eine EP veröffentlichen, die es (zumindest in physischer Form) ausschließlich auf den Konzerten zu erwerben gibt. Die EP zur anstehenden Europa-Tournee ist dem auch auf dem aktuellen Album “Algiers” enthaltenen Song “Maybe On Monday” gewidmet, der in einer Demo- sowie einer brandneuen Version das Fundament der Platte bildet. Komplettiert wird die “Maybe On Monday EP”, die für Nicht-Konzertbesucher ab dem 21. Juni als digitaler Download zu haben ist, von drei Cover-Songs (“Shabby Doll” von Elvis Costello, “Walls Come Down” von The Call und “Unsatisfied” von den Replacements).

Tourdaten:
1. Juli | Bremen – Schlachthof
2. Juli | Berlin – Citadel Muisc Festival (+ Patti Smith, Bratsch, Depedro)
3. Juli | Dresden – Alter Schlachthof
4. Juli | Stuttgart – Freilichtbühne Killesberg
6. Juli | Würzburg – Posthalle
9. Juli | Mainz – Zitadelle
10. Juli | Karlsruhe – Tollhaus (Zeltival)
16. Juli | München – Tollwood
17. Juli | Nürnberg – Serenadenhof
13. August | Hamburg – Stadtpark Open Air
14. August | Bonn – Kunst! Palast

Glen Hansard | Italy (+ Tourdaten)

Habt Ihr gerade eine halbe Stunde Zeit? Falls ja, könnt Ihr Euch den kurzweiligen Dokumentarfilm ansehen, den der irische Filmemacher Myles O’Reilly vor einer Weile auf der Italien-Tour seines Landsmannes Glen Hansard gedreht hat. Stimmungsvolle Konzertbilder wechseln sich da ab mit interessanten Einblicken in den Touralltag – und Lisa Hannigan hat auch einen kurzen Gastauftritt. (via)

Im Juli und August ist Glen Hansard außerdem für ein paar Konzerte bei uns zu Gast:
2. Juli | Erlangen – E-Werk
3. Juli | München – Theaterfabrik
12. August | Berlin – Zitadelle Spandau

Auf Tour: Current Swell

Current Swell

Präsentiert das Magazin Surfers eine Tour, lässt allein dieser Umstand erahnen, wohin die musikalische Reise ungefähr geht: Nämlich in Richtung entspannter Klänge und Lagerfeuerromantik. Obwohl Current Swell dieser klischeehaften Vermutung tatsächlich mehr als nur ein wenig entsprechen und zumindest hin und wieder auch ein paar Erinnerungen an Jack Johnson wachrufen, haben die Kanadier doch deutlich mehr zu bieten als nur harmloses Liedgut, das sich vor allem als Untermalung für eine Strandparty anbietet.

“Long Time Ago”, das bereits 2011 erschienene und erst seit ein paar Wochen in Deutschland erhältliche aktuelle Album der Band (das hier in voller Länge angehört werden kann), ist nämlich erfreulich abwechlungsreich ausgefallen – dementsprechend lohnt sich ein Besuch der in knapp einem Monat anstehenden Konzerte sicher nicht nur für Surfer. [Apropos Surfen: Sollte die Surfwelle unter der Theodor-Heuss-Brücke tatsächlich einmal Realität werden, würden sich Current Swell als Gäste fürs Brückenfestival doch geradezu aufdrängen!]

Tourdaten:
06.06.13 Köln – Studio 672
10.06.13 Hamburg – Prinzenbar
11.06.13 Berlin – Comet
12.06.13 München – Strøm

Auf Tour: Dangers of the Sea

Dangers Of The Sea

Riesenkraken, Meuterei, Monsterwellen, Piraten: Das Leben auf hoher See steckt voller Gefahren. Inwieweit es um die nautischen Fähigkeiten von Andreas Bay Estrup bestellt ist, weiß ich nicht, aber zumindest nennt der strohblonde Däne, der auch ausgebildeter Jazz-Schlagzeuger ist, seine Band Dangers of the Sea, was ja durchaus auf ein gewisses Grundverständnis in Sachen Seemannstum schließen lässt.

Aber egal, musikalisch sind Dangers of the Sea wahrscheinlich ohnehin deutlich bewanderter. Der sanfte Folk-Rock der Skandinavier steckt voller Zitate aus den 60ern und 70ern und erinnert nicht zuletzt an die großartigen Märchenwald-Amerikaner Midlake. Am 17. Mai veröffentlicht Devil Duck Records das selbstbetitelte Debüt und gleich danach gehen Dangers of the Sea auf kurze Deutschland-Tour (mehr Konzerte sollen dann im Herbst folgen).

Zur Einstimmung auf alles Kommende sei das Video zum feinen Song “Sheer Desperation” empfohlen, in dem Andreas Bay Estrup am Strand ein Klavier zu Kleinholz verarbeitet:

Tourdaten:
18.05.13 Greifswald – Kulturbar
19.05.13 Hamburg – Knust @ About Songs Festival
20.05.13 Jena – Café Wagner
22.05.13 Münster – Eule