The Pastels – Slow Summits // Die Älteren (aber nur die) werden sich vielleicht noch an “Illuminations” erinnern, das bisher letzte Album der schottischen Indiepop-Institution The Pastels. 16 Jahre sind seitdem ins Land gezogen, in denen sich Katrina Mitchell und Stephen McRobbie dem Theater widmeten, Filmmusiken schrieben und mit der japanischen Band Tenniscoats gemeinsame Sache machten. Weg waren The Pastels also nie – aber wirklich da waren sie eben auch nicht. Das ändert sich nun mit “Slow Summits”, das weder altersmüdes Spätwerk noch überambitioniertes Comeback-Album geworden ist, sondern einfach eine Sammlung von leichtgängigen, pastellfarbenen Indiepop-Stücken mit Wechselgesang, lässigen Gitarren und Flöten. Willkommen zurück! // Domino Records, 24. Mai
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I Am Oak – On Claws // Mit seinem zweiten Album “Oasem”, dem Nachfolger “Nowhere Or Tammensaari” und einer Reihe von Konzerten erspielte sich Thijs Kuijken alias I Am Oak auch bei uns ein Publikum. Vorher hatte der Niederländer allerdings bereits ein Debüt namens “On Claws” veröffentlicht, das mit seinem minimalistischen Folk-Pop und hervorragendem Harmoniegesang den beiden anderen Platten in keiner Weise nachsteht – im Gegenteil: “Don´t I Know Enough” und “Trumpets” gehören zu den schönsten I Am Oak-Liedern überhaupt. Da Snowstar Records dem Album nun eine um zwei Songs erweiterte Neuauflage gönnt, wird es höchste Zeit, dieses Kleinod nun endlich einmal zu entdecken (falls das nicht eh schon längst passiert ist). // Snowstar Records, 1. Juni
Anlässlich seines zehnten Geburtstags verschenkte das exzellente, in Utrecht beheimatete Label Snowstar Records am gestrigen Record Store Day 5.000 Exemplare einer neun Songs starken Jubiläumscompilation mit teilweise ganz grandiosen Songs unter anderem von Kim Janssen (“City of the Dead”), Town of Saints (“The Endless Unknown”) und I Am Oak (“Clouds Looming”). Kein Wunder, dass die CDs in Windeseile vergriffen waren – zum Glück ist die “10 Year Anniversary Compilation” allerdings in digitaler Form zu einem frei wählbaren Preis auch weiterhin erhältlich. Hurra und auf weitere (mindestens) zehn Jahre mit Snowstar-Musik!
Town of Saints auf Tour:
21.04. Wiesbaden – Kreativfabrik
23.04. Würzburg – Café Wunschlos Glücklich
26.04. Tübingen – Café Haag
27.04. Stuttgart – Café Galao
28.04. Offenbach – Hafen 2
29.04. Jena – Café Wagner
30.04. Berlin – N.B.I.
Schon im Frühjahr waren Spring Offensive bei uns zu Gast und demnächst schauen die jungen Engländer im Rahmen ihrer ausgedehnten Europatournee für eine ganze Reihe weiterer Konzerte bei uns vorbei. Zur Einstimmung darauf gibt es schon jetzt ein optisch sehr ansprechendes Video zur sehr gelungenen neuen Single “Not Drowning But Waving”, auf der sich die sonst eher zackig zu Werke gehenden Indie-Rocker von einer ganz anderen Seite zeigen.
Tourdaten:
21.09.12 Hamburg – Reeperbahnfestival
01.10.12 (CH) Bern – Ono
03.10.12 (CH) Baden – Merkker
04.10.12 (CH) Basel – Hinterhof
05.10.12 (CH) Zürich – Exil
06.10.12 (CH) Wil – Gare De Lion
18.10.12 München – Feierwerk
19.10.12 Freiburg – Räng Teng Teng
20.10.12 Stuttgart – Keller Klub
21.10.12 Frankfurt – Bedroom Disco Secret Show
22.10.12 Dresden – Ostpol
23.10.12 Leipzig – Neues Schauspiel
27.10.12 Berlin – Lido
02.11.12 Berlin – Magnet
03.11.12 Hamburg – Molotow
05.11.12 Münster – Pension Schmidt
06.11.12 Hannover – Glocksee
07.11.12 Köln – Stereo Wonderland
08.11.12 Heidelberg – Häll
09.11.12 Mainz – Schon Schön
Anmerkungen:
- Italien, sonst in unserer Gunst ganz weit vorne, ist musikalisch in diesem Blog leider sehr unterrepräsentiert. Ein wenig Abhilfe schafft da “Edge of Nowhere”, die aktuelle (offiziell im Oktober erscheinende) neue Single der aus Neapel stammenden Band Pipers.
- Beim ersten Hördurchgang war “Reins” einer unserer Favoriten auf “Nowhere Or Tammensaari”, dem aktuellen Album von I Am Oak. Nun gibts den Song auch im Stream. Außerdem spielte der optisch sehr an Erlend Øye erinnernde Thijs Kuijken in Hamburg jüngst einen Song für They Shoot Music ein.
I Am Oak live:
25.09.12 (CH) Zürich – Papiersaal (This is Tigerr Fest)
26.09.12 (CH) Lyss – Kufa (This is Tigerr Fest)
03.10.12 Duisburg – Steinbruch
04.10.12 Hamburg – Molotow
05.10.12 Berlin – Schokoladen
06.10.12 Leipzig – Ilses Erika
08.10.12 München – Hauskonzerte
12.10.12 Konstanz – Kulturladen
13.10.12 Freiburg – Swamp
14.10.12 Offenbach – Hafen 2
Spätestens seit dem ersten Kontakt mit The Black Atlantic haben wir bei you sound great ein großes Herz für niederländische Bands. Quasi ein Nachbar von Geert, Kim und Co. ist der ebenfalls aus Utrecht stammende Thijs Kuijken, Mastermind von I Am Oak. Wurden die bisher erschienenen beiden Alben “On Claws” (2010) und “Oasem” (2011) noch nahezu im Alleingang eingespielt, experimentiert die neue LP “Nowhere Or Tammensaari” (Snowstar Records, 1. Juni) nun auch etwas stärker mit einem – natürlich immer noch reduzierten – Bandsound. Wie das im Ergebnis klingt, haben wir einmal überprüft.
1) Famine Ch: Sehr schön! Vor allem das Mehrstimmige. Jn: Mir gefällt das auch. Sehr entspannt auf jeden Fall. Ch: Perfekt zum Sitzen am Lagerfeuer… Jn: …was wir ja sehr oft machen. [verdreht die Augen]
2) Grown Ch: Laut Kim Janssen ist I Am Oak die zweitberühmteste Band Utrechts. Jn: Nach wem? Ch: Hat er nicht gesagt. Aber ich habe da eine Ahnung…
3) Boulders Jn: Ich mag, dass das so dezent instrumentiert ist. Manchmal darfs für mich zwar auch – wie bei Sigur Rós – gerne mal etwas mehr sein, aber auf Dauer mag ich sowas lieber.
4) Palpable
Jn: Das Mehrstimmige ist wirklich sehr fein. Ch: Für mich ist das bisher ein richtiges Sommeralbum. Sommer in der Provence vielleicht. Jn: Oder zwischen Nürnberg und Ansbach. Das ist eine sehr unterschätzte Gegend.
5) Roam Ch: Von den zwölf Songtiteln bestehen neun aus einem einzigen Wort. Ob da ein Konzept dahintersteckt?
6) Droom Ch: Zum ersten Mal ein Lied mit Klavier. Jn: Nee, vorhin war auch schon mal eines zu hören. Aber nicht so dominant wie eben. Ch: Mir fällt eben auf, dass alle Songs ziemlich kurz sind. Ebenso wie die Titel. Doch ein Konzept!
7) Marrow Ch: Vieles hört sich da schon recht ähnlich an. Wobei ich das in diesem Fall gar nicht schlimm finde – ist eben alles ähnlich schön. Jn: Später höre ich mir die Platte nochmal über Kopfhörer an. Dafür eignet sich die nämlich bestens.
8) Cluster
Ch: Das ist perfekt als Zugabe auf den Konzerten. In einer A-Cappella-Version.
9) I Am Forest Jn: Ein sehr, sehr kurzes Lied. Aber trotzdem kommt da die wirklich sehr tolle Stimme sehr gut zur Geltung. Ch: I Am Oak singt “I Am Forest”.
10) Reins Jn: Das ist jetzt mal etwas anders, weil ein wenig lauter. Klingt aber auch sehr gut – schade, dass das bisher nur ganz selten in diese Richtung ging. Ch: Mir gefällt das auch ganz besonders. Etwas forscher, aber trotzdem lässig.
11) Vares Varas Ch: Huch, weiblicher Gesang! Und was ist denn das für eine Sprache? Jn: Das, was er singt ist Englisch, aber sie? Ch: “Vares Varas” könnte glatt Latein sein. Jn: Großes oder kleines Latinum? Ch: Kleines. Jn: Siehste, ich hab das große. Ch: Aber du weißt es trotzdem nicht. Vielleicht ist es auch Finnisch – immerhin wurde das Album dort aufgenommen.
12) Everything In Waves Ch: Das Album ist übrigens im Winter entstanden und so sieht auch das Cover aus. So viel also zu meiner Einschätzung “Sommerplatte”. Jn: Immerhin erscheint es im Sommer. Das wurde im Winter aufgenommen, damit es im Sommer fertig ist. Winterjacken werden ja auch antizyklisch produziert.
Fazit Ch: Mir gefällt das Album deutlich besser als der Vorgänger. Der war mir nämlich fast ein wenig zu ruhig – aber dank Band klingt das alles jetzt wesentlich abwechslungsreicher. Jn: Wobei es natürlich immer noch sehr ruhig ist. Sehr schöne Musik allerdings zum Runterkommen.
Gute Nachrichten für einen entspannten Feiertag: Am 12. Januar veröffentlicht Thijs Kuijken alias I am Oak auf Snowstar Records seine neue 7″ “Skulk”. Wie immer beim unvergleichlich gelassenen Holländer erwarten uns schwelgerische, warmherzige Songs für den Morgen danach beziehungsweise das Ausklingen des Abends davor. Unten könnt Ihr schon einmal reinhören und Euch davon überzeugen, dass es sich lohnt, eines der demnächst anstehenden Konzerte zu besuchen: 28.1.12 Hamburg, Molotow / 29.1.12 Berlin, HBC / 30.1.12 Dresden, Thalia Kino / 31.1.12 Gießen, MUK / 1.2.12 Oberhausen, Zentrum Altenberg / 2.2.12 Mannheim, Zum Teufel / 3.2.12 Karlsruhe, Café Nun / 4.2.12 Stuttgart, Zwölfzehn / 5.2.12 Aachen – AZ.
Simone Felice, Schlagzeuger der spätestens seit dem letzten Album “Celebration, Florida” nicht mehr ganz so kernigen Hobo-Truppe The Felice Brothers, veröffentlicht am 13. April 2012 (Devil Duck Records) sein zusammen mit Ben Lovett produziertes, selbstbetiteltes Solo-Debüt. Gastauftritte der restlichen Felice-Familie sowie von Mumford And Sons sind inklusive, das etwas gewöhnungsbedürftige “New York Times” darf schon jetzt gehört und heruntergeladen werden:
Simone Felice: “New York Times”
Ebenfalls eine neue Veröffentlichung hat Mark Hamilton alias Woodpigeon angekündigt: Die ausschließlich digital erhältliche EP “For Paolo” erscheint am 23. Januar 2012 und ist laut Aussage des Kanadiers eine Hommage an die Urlaubsfahrten der Kindheit und nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns im kommenden Jahr sonst noch erwartet. Der Titeltrack jedenfalls lässt auf Gutes hoffen:
I Am Oak – 28.1.12 Hamburg, Molotow / 29.1.12 Berlin, HBC / 30.1.12 Dresden, Thalia Kino / 31.1.12 Gießen, MUK / 1.2.12 Oberhausen, Zentrum Altenberg / 2.2.12 Mannheim, Zum Teufel / 3.2.12 Karlsruhe, Café Nun / 4.2.12 Stuttgart, Zwölfzehn / 5.2.12 Aachen – AZ.
Radical Face (Support: Benjamin Francis Leftwich) – 3.2.12 Hamburg, Prinzenbar / 4.2.12 Berlin, Roter Salon / 5.2.12 Köln, Studio 672 / 7.2.12 München, Atomic Café.
Kevin Devine & The Goddamn Band – 9.2.12 Freiburg, White Rabbit / 11.2.12 Köln, Tsunami Club / 12.2.12 Karlsruhe, Jubez / 13.2.12 Hamburg, Haus III&70 / 14.2.12 Dresden, Beatpol / 15.2.12 Nürnberg, MUZclub / 16.2.12 Leipzig, Café Kafic / 17.2.12 Berlin, Magnet / 18.2.12 München, Atomic Café / 19.2.12 (A) Wien, B72.
In den Niederlanden ist “Oasem”, der zweite Longplayer von I Am Oak, bereits seit Mitte Mai erhältlich und nun kommen wir dank Midsummer Records auch hierzulande in den Genuss der sehr entspannten Folk-Songs der Band um Frontmann Thijs Kuijken. Eine ausführlichere Besprechung von „Oasem“ findet ihr drüben bei der Roten Raupe, unten könnt ihr die komplette Platte anhören:
Termine:
11.08. Berlin – Schokoladen
12.08. Hamburg – Hasenschaukel
13.08. Halver – Midsummer Open Air
22.09. Hamburg – Reeperbahn Festival