[live] Benni Hemm Hemm und Withered Hand im E-Werk

Selten war ich nach einem Konzert im E-Werk wieder so schnell zurück im heimischen Bamberg wie heute. Dem etwas engen Zeitplan wegen (das Tanzwerk wurde später noch für eine Party gebraucht) begann die Show nämlich pünklichst um 20.30 Uhr und war gegen 22.00 Uhr schon wieder zu Ende, so dass ich mit einem kleinen Sprint durch die Fußgängerzone sogar einen früheren Zug erwischte. Perfekt – da könnten sich andere Bands, die ewig lange brauchen, um sich einmal auf die Bühne zu bequemen, durchaus eine Scheibe von abschneiden…

Zuerst spielte der von mir heiß ersehnte Dan Willson alias Withered Hand ein kurzes Set und enttäuschte mich nicht. Ein wenig erinnerte mich die Stimme des Schotten an eine Mischung aus Neil Young und Conor Oberst – sehr angenehm auf jeden Fall. Bei „Providence“, dem vorletzten Stück von Withered Hand, durften dann Benni Hemm Hemm und einer seiner Mitmusiker zur gesanglichen Unterstützung mit auf die Bühne, was schon einmal die perfekte Überleitung zu dem war, was danach noch kommen sollte.

Bei Benni Hemm Hemm (der selbst keine Verantwortung für den Vulkanausbruch in Island übernehmen wollte) wäre ich dann mehrmals fast eingenickt. Allerdings nicht etwa, weil das Konzert so langweilig war, sondern einfach, weil die meisten der Songs, die Benedikt H. Hermannsson und sein Bläsertrio zum Besten gaben, zum Träumen schön waren. Meinetwegen könnten die Isländer jeden Abend zu mir nach Hause kommen und mich in den Schlaf spielen. Der erste Teil des Auftritts wurde ausschließlich mit Songs in isländischer Sprache bestritten, was die wohlig-warme Stimmung noch weiter verstärkte. Im zweiten Teil gab es vorwiegend Songs auf Englisch zu hören – meist von der sehr empfehlenswerten neuen EP „Retaliate“. Zur finalen Zugabe gesellte sich noch einmal Dan Willson für ein furioses Duett zum Quartett aus dem hohen Norden, was einen kurzen, aber sehr schönen Abend perfekt abrundete.

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2 Kommentare

  1. Ach Mist, da wäre ich auch gern hingegangen. Ich musste leider mit Benni Hemm Hemm auf CD vorliebnehmen. Und Withered Hand ist ja sehr fein. Danke für den Tipp.

  2. War in der Tat ein sehr schönes Konzert. Allerdings waren leider nur ziemlich wenige Zuschauer da (ich schätze, ungefähr 35) und die Atmosphäre im Tanzwerk ist auch nicht so angenehm wie in der Clubbühne.

    Aber so wars wirklich sehenswert – mochte auch Bennis „thank you very much“ nach wirklich jedem Song.

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