[live] Bachelorette im MUZ-Club

Manchmal fehlen einem die Worte. An sich ist das ja nicht weiter schlimm – sofern man nicht gerade im Begriff ist, ein Konzert zu geben. Annabel Alpers alias Bachelorette passierte gestern im mit rund 40 Zuschauern mittelprächtig besuchten MUZ-Club allerdings genau das. Heiserkeit, Frosch im Hals, nichts zu machen. Dass die Neuseeländerin, die den maladen Zustand ihrer Stimme in einigen sehr kurzen Ansagen eindrucksvoll unter Beweis stellte, trotzdem auf die Bühne ging, muss ihr hoch angerechnet werden. Naturgemäß fehlte den Songs der sehr sympathisch wirkenden jungen Dame ohne Gesang der letzte Schliff, aber trotzdem lohnte sich der Konzertbesuch allemal. Schon beeindruckend, wie Bachelorette – verschanzt hinter zwei Laptops und einem Synthesizer – Loops, Beats, Samples und ab und an ein paar E-Gitarren-Akkorde zu meterhohen Klanggebilden (die fast so hoch waren wie das zerklüftete Gebirge auf rotem Grund, das immer wieder an die Wand projeziert wurde und mich ein wenig an ein kommunistisches Propagandaplakat erinnerte) zusammenfriemelte.

Das Gesamtwerk von Bachelorette, die ihre Platten beim renommierten Label Drag City veröffentlicht, kann man sich übrigens hier auszugsweise anhören – natürlich inklusive Gesang, versteht sich.

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