[album] Forest City Lovers – „Carriage“

Wenn glasklarer Pop auf farbenfroh arrangierte Streicher trifft, kann man beinahe sicher sein, dass man es mit einer Band aus Kanada zu tun hat. So verwundert es auch kaum, dass die Forest City Lovers Tisch und Bett in Toronto – neben Montreal wohl die kanadische Keimzelle geschmackssicherer Musik schlechthin – stehen haben. Am 29. Juni erscheint bei Out Of This Spark „Carriage“, das mittlerweile dritte Album der Band um Kat Burns.

Die elf Songs der Platte zeichnen sich dabei durch eine wohl dosierte Balance zwischen unbeschwerter Leichtigkeit und üppig orchestrierter Dramatik aus. Auf der einen Seite sind da Stücke wie das beschwingte „Light You Up“, das in einer Liga mit Regina Spektor spielt (diese Fußballvergleiche – ich kann es nicht lassen!), das wunderbare Duett „Pocketful of Rocks“, bei dem die Stimmen von Kat Burns und Kyle Donnelly traumwandlerisch miteinander harmonieren, und das leichtfüßig tänzelnde „If I Were A Tree“, die allesamt fröhliche Begleiter für den Sommer sind. Auf der anderen Seite finden sich auf „Carriage“ aber auch Songs wie das dunkle „Keep The Kids Inside“, das mit unheilvollen Violinen und stoischer Percussion deutlich macht, dass die Forest City Lovers auch anders können und weit mehr sind als nur eine putzige Popband.

Vergleiche mit der Broken Social Scene oder den New Pornographers möchte ich jetzt aber trotzdem nicht bemühen. Angesichts der hohen Qualität von „Carriage“ werden die aus anderen staunenden Mündern eh noch früh genug kommen – und zwar völlig zu Recht.

Trackliste
1. Phodilus & Tyto
2. Tell Me, Cancer
3. Minneapolis
4. Sea to Land
5. Keep the Kids Inside
6. Pocketful of Rocks
7. Oh the Wolves! (Où est ma Soeur?)
8. Light You Up (Mp3)
9. Constellation
10. Believe Me
11. If I Were A Tree

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5 Kommentare

  1. Freut mich, dass es dir gefällt (auch wenn ich dich jetzt ja fast ein bisschen zu dieser Aussage gezwungen habe).

    Die Ticketpreise im E-Werk sind sowieso immer ziemlich hoch, oder? Und die würden das sicher nicht machen, wenn die Leute nicht so viel Geld für die Tickets bezahlen würden. Adam Green kann wahrscheinlich so viel nehmen, gerade weil man in letzter Zeit kaum mehr von ihm gehört hat. Der zehrt bestimmt noch eine ganze Weile von seinem „Jessica Simpson“-Ruhm. Ich sehe gerade da unten, dass Fanfarlo ins E-Werk kommen. Das ist ja auch eine schöne Sache. Wieviel kosten die Tickets da?

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