Plattenkiste // Wye Oak, Dirk Darmstaedter

Gut Ding will Weile haben: Nach zwei eher wenig beachteten Alben könnte „Civilian“ (City Slang) nun den endgültigen Durchbruch für Jenn Wasner und Andy Stack bringen. Das liegt zum einen an der unbestreitbaren musikalischen Qualität der Songs von Wye Oak, zum anderen aber wohl auch am Erfolg von Beach House, die letztes Jahr dafür sorgten, dass Frau-Mann-Duos aus Baltimore generell mehr Aufmerksamkeit zuteil wird. Anders als Beach House zeichnen sich Wye Oak allerdings durch einen raueren, manchmal erstaunlich noisigen Sound zwischen Grunge, Shoegaze und ein paar Folk-Einflüssen aus. Gelegentlich klingt das im Ergebnis etwas enervierend, was letzten Endes aber nur zur Folge hat, dass Glanzlichter wie der stoische Titeltrack und das schwerelose „We Were Wealth“ umso heller strahlen.

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Letztes Jahr huldigte DirkDarmstaedter zuerst seinem Idol Bob Dylan, später gemeinsam mit Bernd Begemann dem Rock´n´Roll der Fünfziger. Dieses Jahr taucht der Hamburger mit „The Wrong Boy“ (Beg Steal & Borrow) in die eigene Vergangenheit ein und kredenzt 14 Höhepunkte seines Schaffens in neu eingespielten Akustik-Versionen. Die Welt aus den Angeln hebt das zwar nicht, aber für Freunde von Dirk Darmstaedter und/oder Anhänger des amerikanisch geprägten Songwritertums hält „The Wrong Boy“ einige wirklich sehr schöne Momente bereit.

Dirk Darmstaedter – „The Wrong Boy“ (Album Snippets)

Live:
25.03. Hamburg – Polittbüro (Record Release Show)
20.04. Norderney – Café Friedrich

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