Plattenkiste // Scams

Vor zwei Jahren wurden Scams, die damals noch unter dem Namen Out From Animals und in anderer Besetzung auftraten, beim renommierten SXSW zur besten britischen Band des Festivals gekürt.Weniger gefestigte Zeitgenossen könnte so ein Ritterschlag aller guter Absichten zum Trotz geradewegs dem Hochmut, dem Suff und/oder der Belanglosigkeit in die Arme treiben – Experten sprechen da vom Babyshambles-Syndrom. Scams allerdings scheinen den plötzlichen Ruhm ganz ordentlich verkraftet zu haben, denn immerhin überstürzten sie nichts und ließen sich mit ihrem Debütalbum viel Zeit. Das Ergebnis gibt Andy Morgan und Co. Recht: „Rewrite Fiction“ (Devil Duck Records, 18. März) ist für ein Erstlingswerk sehr beachtlich ausgefallen und bietet eine ausgewogene Mixtur aus britisch geprägtem Indie-Rock mit zuckenden Gitarren und nervösem Schlagzeug, und einem reiferen Sound mit mehr Tiefgang. Wohin die offenbar gerade erst entdeckte Ernsthaftigkeit in Zukunft führen wird, lässt „Rewrite Fiction“ zwar weitgehend offen, weshalb die Songs, auf denen die Engländer nicht einfach unbeschwert drauflosspielen, auch nicht unbedingt zu den Höhepunkten der Platte gehören. Dass von Scams noch einiges zu erwarten ist, scheint allerdings unbestritten.

Scams – „Youngblood“

Scams – „Making Maps From Memory“

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