Album: Cargo City – „Dance/Sleep“

Foto: Simon Hegenberg

Cargo City haben es weit gebracht in den knapp vier Jahren ihres Bestehens: Das einstige Soloprojekt des Frankfurter Songwriters Simon Konrad ist mittlerweile zur Band mit fünf festen Mitgliedern angewachsen und auch in Sachen Publikumszuspruch ging es stetig bergauf. Den vorläufigen Höhepunkt markierte im vergangenen Jahr der Kinohit „Vincent will Meer“, zu dessen Soundtrack Cargo City vier Songs beisteuerten.

Das gestiegene Interesse an der Band merkt man nun auch dem neuen, dritten Longplayer „Dance/Sleep“ (Rebecca & Nathan, VÖ am 15. April) an, der sich um einen zeitgemäßen, auf ein breiteres Publikum zugeschnittenen Sound bemüht, die alte Marschrichtung aber trotzdem nicht ganz unter den Tisch fallen lassen mag.

Meist dominiert nun opulent arrangierter Breitwandpop mit einer großen Portion Elektronik. Mal klingt das euphorisch wie im Titeltrack, mal dunkel und hintergründig wie in „Let´s Fail In Love“ oder „Walk Over The Alps“ und mal schwelgerisch wie in „Smile At Me“. Äußerst ambitioniert und kurzweilig ist das zwar immer, aber seine besten Momente hat „Dance/Sleep“ vor allem, wenn Cargo City einen Gang zurückschalten und etwas Ruhe einkehren lassen.

So sind das großartige „The Choir“, eine finstere Moritat von fast Get Well Soon´schen Ausmaßen, und das sehr charmante „Julian“, das wehmütig („a lot of love / a lot of losses“) die Frage stellt, was denn eigentlich aus dem alten Freund aus Kindheitstagen geworden ist, die beiden Songs, die von „Dance/Sleep“ am längsten im Gedächtnis haften bleiben.

Cargo City: „Dance/Sleep“

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