Umber – „Morning´s Pass“

Post-Rock ist ganz oft (instrumentale) Musik von nicht mehr ganz jungen Typen mit Zottelhaaren und einem ausgeprägten Faible für Technik. Besonders goutiert wird diese Musik in aller Regel von nicht mehr ganz jungen Typen mit Zottelhaaren und einem ausgeprägten Faible für Technik, die gerne Begriffe wie Klangteppich, Soundtapete, sonisches Gewitter oder Gitarrenwände benutzen, um den Klang ihrer Lieblingsbands mit Worten zu beschreiben.

In gewisser Weise ist auch Alex Steward aus Nottingham ein Post-Rocker, der am liebsten in seinem heimischen Studio sitzt und an neuen Stücken für sein Solo-Projekt Umber bastelt. Mittelalt und zottelhaarig ist der Engländer allerdings gar nicht und auch die vielbeschworenen Gitarrenwände sucht man auf der Debüt-EP „Morning´s Pass“ (erscheint am 27. Juni im Eigenvertrieb) vergeblich. Statt auf Ausbrüche setzt Alex Steward nämlich auf filigrane, von der Natur inspirierte und folkige Klänge. So quellen die sechs teilweise ellenlangen, sanft ineinander übergehenden Stücke auf „Morning´s Pass“ über von einer Vielzahl an Instrumenten. Zwischen Banjo, Glockenspiel und Harmonium mischen sich dann auch immer wieder Vogelgezwitscher und Blätterrauschen, so dass am Ende eine perfekte Untermalung für einen langsam erwachenden Sommermorgen entsteht.

Schon jetzt die Post-Folk-Platte des Jahres…

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