Bardentreffen-Tipps (4): Der Rest

Foto: Peter Heinrich

Der Rest – das klingt ja fürchterlich! Nach Ausschussware oder (noch schlimmer) nach Ü30-Singleparty. Dabei ist der Rest in keinster Weise böse gemeint, sondern einzig und allein der Zeitnot geschuldet. Immerhin beginnt das Bardentreffen schon morgen und deshalb ist es unmöglich, meinen letzten vier Empfehlungen eigene Posts zu widmen. Deshalb nun eben – chronologisch geordnet – eine Kurzfassung, versehen mit dem Hinweis „bitte ansehen“:

Samstag
Für Bodenständige: Kitchen ist das neue Projekt der beiden Songschreiber Uli Tsitsos (u.a. The Elephant Circus) und Jan van der Holst (Vandes) sowie des Schlagzeugers Andy Kupfer. Bei Soundcloud gibt es vier recht vielversprechende Songs zum Gratisdownload, live spielt das Trio um 14 Uhr auf dem Lorenzer Platz.

Für Experimentierfreudige: Die beiden liebenswerten Japaner Miyaji und Nami lernten sich durch Zufall in München kennen und drehen seitdem als Coconami mit Ukulele, Karimba und Blöckflöte vom boarischen Landler bis zum Ramones-Klassiker so ziemlich alles durch den Wolf, was ihnen in die Quere kommt. Nachzuhören um 16.30 Uhr im Kreuzigungshof und ein weiteres Mal am Sonntag um 16 Uhr am Trödelmarkt.

Sonntag
Für Poeten: Lydia Daher ist über den Umweg Poetry Slam zum Songschreiben gekommen. Mittlerweile hat die Augsburgerin neben diversen Gedichtbänden zwei Alben veröffentlicht, die in den Feuilletons der großen Tageszeitungen in den höchsten Tönen gelobt wurden. Ob die anspruchsvollen, pointierten Texte auch live einen bleibenden Eindruck hinterlassen, darf um 16 Uhr in der Katharinenruine überprüft werden.

Für Traurige: Ob ein (hoffentlich) sonniger Sonntagnachmittag der richtige Rahmen für Karos doch oft sehr schwermütige Lieder ist, darf durchaus bezweifelt werden. Sollte es um 17.45 Uhr auf dem Lorenzer Platz aber dennoch auch nur halb so atmosphärisch werden wie damals im Advent 2008, als die Würzburgerin im E-Werk vor Get Well Soon auftrat, oder wie im September 2009, als sie im Vorprogramm von Scott Matthew für andächtiges Schweigen im vollen K4 Festsaal sorgte, steht einem ganz hervorragenden Konzert nichts im Wege.

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