William Elliott Whitmore bei Daytrotter

William Elliott Whitmores aktuelles Album „Field Songs“ gehört für mich auf jeden Fall zu den erfreulichsten Neuerscheinungen des Jahres 2011. Wobei „neu“ im Zusammenhang mit dem Mann aus Iowa ein etwas verwirrender Begriff ist – immerhin ist William Elliott Whitmore ein Storyteller der alten Schule, der am liebsten auf Altbewährtes zurückgreift. Aber gerade dieses Anachronistische macht die Musik des Amerikaners so reizvoll: „Field Songs“ ist eine Sammlung von Liedern über den Niedergang der kleinen Farmer, die so trotzig und urwüchsig daherkommt, dass sie fast ein wenig an John Steinbecks Klassiker „Früchte des Zorns“ erinnert. In seiner bereits dritten Daytrotter-Session widmet sich der auf einem Bauernhof am Mississippi aufgewachsene William Elliott Whitmore in drei bisher unveröffentlichten Songs einem anderen klassischen Thema, nämlich den hochprozentigen Getränken seiner Heimat. In diesen liegt wohl auch die Erklärung dafür, warum der gerade 33 Jahre alte Musiker eine Stimme hat wie ein mindestens doppelt so alter Mann. „You can check William Elliott Whitmore’s blood as frequently as you’d like, but there’s a good chance that you’re never going to find it without some whiskey or moonshine in it“, mutmaßt Sean Moeller von Daytrotter wohl ziemlich treffend und in „Let´s Call It A Night“ ergänzt der Künstler selbst: „It´s time to go home when you can´t stand up no more and you can´t tell the ceiling from the floor“. Na dann, Prost!

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