Plattenteller // Erik Penny & Band, Snails, Ad Hoc

Erik Penny & Band: Live At The Sofa Sessions (digital, 14.10.2011) // Live-Alben braucht eigentlich kein Mensch, aber dieses hier ist schon wieder so hübsch, dass man es sich doch ganz gerne in den Plattenschrank stellt. Erik Penny, gebürtiger Texaner und seit einigen Jahren in Berlin zu Hause, veranstaltet seit November 2008 in schöner Regelmäßigkeit feine Akustikkonzerte in seinem Wohnzimmer. Zwei dieser „Sofa Sessions“ wurden im vergangenen August mitgeschnitten und finden sich nun als rund einstündige Zusammenstellung inklusive launiger Ansagen zwischen den Songs und zweier Zugaben (darunter der CCR-Klassiker „Bad Moon Rising“) auf „Live At The Sofa Sessions“. Alles wirkt wie aus einem Guss, ist unter anderem mit Cello sehr liebevoll arrangiert und erweckt beinahe den Eindruck, Erik Penny säße leibhaftig in den eigenen vier Wänden. // Die ideale Platte für: Verregnete Sonntagnachmittage auf dem Sofa. (6,5/10)

Snails: She´d Like An Hour / Daylight Ends (The Great Pop Supplement, 1.10.2011) // Mit ihrem leicht psychedelisch angehauchten, aber doch stets luftigen Folk-Pop erinnern Dan Weltman und Mog Fry alias Snails an eine von leichter Hand zusammengerührte Mixtur aus Rue Royale, Beach House und She & Him. Auch wenn Debüt-Singles (deren wahres Glanzstück hier die B-Seite „Daylight Ends“ ist) generell eher wenig Aussagekraft haben, darf jetzt schon anerkennend festgestellt werden, dass das Duo aus Bristol durchaus über das Rüstzeug verfügt, das es braucht, um uns in Zukunft noch sehr viel Freude zu bereiten. // Die ideale Platte zum: Blättersammeln im Wald. (7/10)

Ad Hoc: Meridian 361 (Irascible, 30.09.2011) // Linda Suter war früher Geigerin in einer Metal-Band. Mag man kaum glauben beim Hören des unaufgeregten, manchmal in Country- und Vaudeville-Gefilden wildernden Folk-Pop von Ad Hoc, dem einstigen Soloprojekt des Songwriters André Hochuli aus Winterthur, bei dem Linda Suter vor ein paar Jahren anheuerte. „Meridian 361“ ist nun das zweite Album des von mehreren befreundeten Musikern an Mandoline, Schlagwerk und diversen anderen Instrumenten unterstützten Duos – „Ad Hoc könnten zu einer sanften, verlässlichen Kraft im schweizer Pop werden“, schreibt ZüriTipp dazu. Dem ist angesichts des großen Potenzials, das in den filigranen Songs auf „Meridian 361“ schlummert, nicht zu widersprechen. // Die ideale Platte zu: Zwiebelkuchen und Federweißem. (7/10)

Live:
15. Oktober: Hamburg – Gängeviertel Jupibar
18. Oktober: Berlin – Madame Claude
20. Oktober: Berlin – Laika
21. Oktober: Berlin – Intersoup
22. Oktober: Kassel – Weinberg Krug

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