(Kritik) Amos Lee: As The Crow Flies

Amos Lee war eigentlich schon festgelegt auf die Rolle der männlichen Variante von Norah Jones, als Calexico-Mastermind Joey Burns die Produktion seines vierten Albums „Mission Bell“ übernahm und dem Songwriter aus Philadelphia einen erdigeren, dunkleren Sound verpasste, der sowohl bei den Hörern als auch bei den Kritikern bestens ankam.

Die aktuelle EP „As The Crow Flies“ (Blue Note, 10. Februar) enthält nun sechs weitere Stücke aus den Sessions zum im vergangenen Januar auf Platz 1 der Billboard Top 200 eingestiegenen „Mission Bell“ und bietet dementsprechend wenig grundlegend Neues , aber allerlei Hörenswertes zwischen Country, Folk und von Herzen kommendem Soul. Joey Burns war auch diesmal für die Produktion verantwortlich und tritt ebenso wie Calexico-Drummer John Convertino auf nahezu allen Songs als Gastmusiker in Erscheinung. Amos Lees Nähe zu den Herren aus Tucson lässt sich vor allem im hervorragenden, üppig mit Streichern instrumentierten „The Darkness“ erkennen. Zweites Glanzlicht der feinen, manchmal allerdings etwas allzu sehr auf Radiotauglichkeit getrimmten EP ist „Say Goodbye“, eine archetypische Country-Nummer mit den herrlich archetypischen Country-Refrainzeilen „You don´t have to speak / I can see it in your eyes / Say no more / Say goodbye“.

Am Ende also doch eher The Little Willies als Norah Jones.- 6,5/10

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