(Album) We Are Augustines: Rise Ye Sunken Ships

Momentan sind die Indie-Rocker We Are Augustines aus Brooklyn, hervorgegangen aus den Überresten der hierzulande ebenfalls kaum bekannten Band Pela, bei uns noch ein nahezu unbeschriebenes Blatt. Die Bekanntheit des Trios dürfte aber in naher Zukunft explosionsartig ansteigen, denn ab Anfang nächster Woche supporten Billy McCarthy, Eric Sanderson und Rob Allen The Maccabees bei deren Konzerten in München (13.2. Backstage), Köln (15.2. Gebäude 9) und Hamburg (16.2. Uebel & Gefährlich). Am 2. März veröffentlichen We Are Augustines auf ihrem eigenen Label Oxcart Records außerdem ihr von Dave Newfield (Broken Social Scene) produziertes, in den USA und Großbritannien bereits vor einer Weile erschienenes und hochgelobtes Debütalbum „Rise Ye Sunken Ships“ auch in Deutschland.

So viel zur Theorie. In der Praxis im Vier-Ohren-Test schnitt „Rise Ye Sunken Ships“ dann folgendermaßen ab:

1) Chapel Song

Ch: Sind das die Editors?
Jn: Oder Interpol?
Ch: Oh, ein Schellenkranz!
Jn: Seit wann gibts denn Schellen bei den Editors? Aber ich mag das gerne, wenn sich ein Song so langsam aufbaut. Schön!

2) Augustine

Jn: Singt da wieder der Typ von eben? Falls nicht, mochte ich den anderen lieber…
Ch: Das klingt jedenfalls sehr unamerikanisch. Eher britisch.
Jn: Und auch so, als hätten die sich früher in einer Punkband die Stimme ruiniert. Aber insgesamt schon sehr gut und mal angenehm schlicht.

3) Headlong Into The Abyss

Ch: Trommelwirbel – jetzt kommt bestimmt ein Kracher. (Pause) Oder auch nicht.
Jn: Ich glaube, live fände ich das ganz schön langweilig. So beim Dasitzen gefällts mir trotzdem. Das geht gerade voll in die Editors/Interpol-Ecke.
Ch: Gibts die Editors eigentlich noch?
Jn: Schon. Ich fänds schade, wenn nicht.

4) Book Of James

Ch: Das gefällt mir nicht so gut.
Jn: Die wechseln sich wirklich ab beim Gesang. Jetzt ist wieder der alte Punker dran. Wobei – wahrscheinlich sind die alle erst Anfang 20.

5) East Los Angeles

Ch: Das ist nun die Ballade.
Jn: Die Latino-Ballade.
Ch: Das erinnert mich auch an eine andere Band. Fällt mir aber gerade nicht ein, an wen. Pete Doherty könnte so etwas gut singen.
Jn: Kann ich mir bestens vorstellen – total vollgedrogt, über die Bühne wankend.

6) Juarez

Ch: Ach, jetzt kommt erst „Juarez“. Hätte gedacht, dass wir das eben schon hatten.
Jn: Ich auch, sonst hätte ich nicht Latino-Ballade gesagt. Das hier ist allerdings sehr langweilig.
Ch: Mach mal weiter!

7) Philadelphia (The City Of Brotherly Love)

Ch: Das erinnert mich sehr an The Gaslight Anthem. Die kenne ich zwar gar nicht wirklich, aber so in etwa stelle ich mir die vor.
Jn: Hat aber auch was von den Beatsteaks – die würden das halt über Berlin singen und nicht über Philadelphia.
Ch: Schlecht ist das nicht…
Jn: Die ersten Lieder waren aber schon wesentlich besser. (Pause) The Gaslight Anthem…

8) New Drink For The Old Drunk

Ch: Ein Intro wie bei U2.
Jn: Nicht nur das Intro.
Ch: Der Songtitel ist allerdings super.
Jn: Jetzt entwickelt sich das auf einmal in Richtung „What´s My Age Again“!
Ch: U182!

9) Patton State Hospital

Jn: Klingt auch nach den Beatsteaks. Abgesehen vom Gesang. Da mag ich die Stimme von Arnim lieber.
Ch: Auf jeden Fall hört sich das mittlerweile ganz anders an als zu Beginn der Platte. Sind das gerade mehrere Songs in einem?
Jn: Weiter!

10) Strange Days

Ch: Ich dachte im ersten Moment, das wäre die Akustikversion von einem Stück, das wir eben schon hatten.
Jn: Dieser Offbeat immer!
Ch: Was ist das denn nun? Saxophon?
Jn nickt panisch

11) Barrel Of Leaves

Jn: Das ist aber echt die Ballade!
Ch: Beim Konzert verlassen die anderen Bandmitglieder dann die Bühne und der Sänger bleibt allein am Flügel zurück.
Jn: Mit einem weißen Spot nur auf ihn. Und irgendwann spielt das Klavier allein weiter und er schmeißt weiße Rosen ins Publikum. Alles schon erlebt!
Ch: Damals bei Hurts?
Jn: Oute mich nicht, Du Stück! Das war ’ne Verzweiflungstat!

12) The Instrumental

Jn: „The Instrumental“ – was da wohl jetzt kommt?
Ch: Nichts. Läuft das schon?
Jn: Ja, seit einer halben Minute. Diese Loops im Hintergrund gehen gar nicht.

FAZIT
Jn: Konstant schlechter geworden, das Album.
Ch: Die ersten zwei, drei Songs fand ich allerdings ziemlich stark. Warum das danach so eingebrochen ist, kann ich mir beim besten Willen nicht erklären…

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