(Album) Mohna: The Idea Of It

Meisterhaft ist nicht immer gleich meisterhaft: Während großen Bands wie Arcade Fire oder Beirut fast durchgängig Wohlwollen entgegengebracht wird, polarisieren andere Könner wie CocoRosie wesentlich stärker und spalten die Zuhörerschaft in glühende Verehrer und diejenigen, die am liebsten laut schreiend davonlaufen möchten. Ähnlich wie bei den Casaday-Schwestern verhält es sich in leicht abgewandelter Form bei Mona Steinwidder alias Mohna. Was die Hamburger Pianistin, auch aktiv bei Me Succeeds, auf ihrem wieder in den eigenen vier Wänden eingespielten zweiten Solo-Album „The Idea Of It“ (Sunday Service, erschienen am 17. Februar) abliefert, zeugt ein weiteres Mal von herausragendem Talent. Der konsequent verfolgte Minimalismus, meist dargeboten in der Formel „(ziemlich gewöhnungsbedürftige) Stimme + Klavier + x“, verleiht den elf Stücken auf der einen Seite einen einnehmenden, manchmal beinahe hypnotischen Charakter, riskiert es aber auf der anderen Seite, schnell ein wenig eintönig zu wirken. Und so kommt es schließlich, dass am Ende die einen selig eingeschlummert sind, während die anderen mit glänzenden Augen von einer der besten Platten des noch jungen Jahres sprechen.

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2 Kommentare

    1. „To Do“ ist meines Erachtens einer der aufregendsten Songs der Platte – bei vielen anderen passiert wesentlich weniger :-).

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