(EP) Daniel Rossen / Poor Moon

Heute wollen wir uns einmal den Nebenschauplätzen widmen, denn in den kommenden Tagen und Wochen veröffentlichen mehrere Musiker, die es in der Vergangenheit mit anderen Formationen zu einigem Ruhm gebracht haben, neue EPs.

Den Auftakt macht Daniel Rossen (bekannt als Mitglied von Grizzly Bear und die eine Hälfte des Department Of Eagles), dessen erste unter eigenem Namen veröffentlichte Platte „Silent Hour / Golden Mile“ am 16. März bei Warp Records erscheint. Anders als sein Grizzly Bear-Kollege Chris Taylor, der als CANT ziemlich elektronisch und verspielt zu Werke schreitet, lässt es Daniel Rossen eher ruhig angehen. Die fünf Songs auf „Silent Hour / Golden Mile“ wurden allesamt in New Yorker Proberäumen und Hinterzimmern eingespielt, musikalische Unterstützung holte sich der 29jährige Multiinstrumentalist von Scott Hirsch (Lap Steel), Ian Davis, Kris Nolte (Bläser) und Dr. Dog-Schlagzeuger Eric Slick. Der erdige „Silent Song“ und das perkussive, von einem Chor getragene „Golden Mile“ sind ganz hervorragend gelungen, der manchmal sehr sphärische und oft recht stark an Rockballaden aus den 70ern orientierte Rest der EP ist dagegen eher Geschmackssache.

In eine zwar nicht komplett andere, aber doch etwas entspanntere Kerbe als Daniel Rossen schlägt das nach einem Song von Canned Heat benannte Quartett Poor Moon, das sich aus Christian Wargo, Casey Wescott (Fleet Foxes, Crystal Skulls) und den beiden Brüdern Ian und Peter Murray (The Christmas Cards) zusammensetzt. „Illusion“, die erste EP der seit 2008 unter verschiedenen Namen gemeinsam musizierenden Band, erscheint am 30. März bei Bella Union und streift in knapp einer Viertelstunde in gemäßigtem Tempo durch eine Mixtur aus Westküstenfolk (besonders schön: „People In Her Mind“), Psychedelischem und Easy Listening. Großer Höhepunkt ist das die Platte beschließende „Widows“, in dem zumindest die Herren Wargo und Wescott mit mehrstimmigem Harmoniegesang keinen Hehl daraus machen, bei welcher Band sie im „Hauptberuf“ aktiv sind.

Poor Moon: „People In Her Mind“

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