Vier Ohren: Paper & Places

Zuversichtlich: Paper & Places

Früher (wobei „früher“ angesichts des noch sehr jungen Alters der drei Bandmitglieder ein nicht allzu zutreffender Begriff ist) hieß die Formation, um die es heute hier geht, einmal Brics. Um allerdings Verwechslungen und eventuellen juristischen Unannehmlichkeiten – immerhin ist „Brics“ eine geschützte Wortmarke – vorzubeugen, musste vor dem großen Durchbruch ein anderer Name her, weshalb Harrison McClary, Johannes Koch und Marc Rauscher nun eben als Paper & Places Musik machen. Am 13. April veröffentlicht das Trio bei der kleinen Kulmbacher Plattenfirma AdP Records seine erste EP „To Berlin“, bei der schon der Titel festlegt, wo es in Zukunft hingehen soll mit dem elektronisch angehauchten, hibbeligen Indiepop der Regensburger: Mindestens in die Hauptstadt, wenn nicht sogar gleich um die ganze Welt.

Wir haben schon mal reingehört:

1) UFO
Jn: Eine sehr junge Stimme.
Ch: Die sind ja auch noch enorm jung. Wobei ich mich bei solchen Bands immer ein wenig frage, in welche Richtung die sich später entwickeln werden. Mit 35 kann man solche Musik jedenfalls nicht mehr machen, finde ich.
Jn: Aber die Typen von Reflekta Reflekta sind ja zum Teil auch schon über 30 und machen noch so „junge“ Musik.

2) Youth
Ch: Insgesamt wirkt das alles schon sehr ausgereift. Weit entfernt von jeglicher Schülerbandhaftigkeit.
Jn: Ich kann damit allerdings recht wenig anfangen. Schon dieses abgehackte Schlagzeug immer…

3) A Hero
Ch: Du hast aber Recht – ich werde damit auch nicht sonderlich warm, was sicher einfach Geschmackssache ist. Es ist gut gemacht und technisch sehr versiert, aber irgendwie gibt es zur Zeit jede Menge junge Bands, die ähnlich klingen. Meist allerdings wesentlich schlechter.

4) To Berlin
Jn: Klar, Berlin…
Ch: …da wollte ich schon immer nicht hin. Mir fallen auf Anhieb mindestens 400 Städte ein, in denen ich lieber leben möchte. Wobei mir dieses “Auf nach Berlin!” mittendrin gut gefällt. Seit Ja, Panik mag ich so ein Englisch-Deutsch-Mischmasch.

5) Eagle Eyes
Jn: Einmal mehr ein Song wie von den Foals
Ch: Auf ihrer Facebook-Seite geben Paper & Places ja auch Foals, Beat!Beat!Beat!, I Heart Sharks und Panda People als Bands, die sie gerne mögen, an. Kann ich nach dem Hören der EP bestens nachvollziehen.

FAZIT
Ch: Ums ganz kurz zu machen: Meine Musik ist das nicht, aber wer mit oben genannten Bands etwas anfangen kann, wird sicher Freude an “To Berlin” haben.
Jn: Wobei sich natürlich die Frage stellt, ob es unbedingt noch eine weitere Band gebraucht hat, die so ähnlich klingt wie I Heart Sharks und all die anderen.

Als kleine Kostprobe darf der Titelsong der EP in voller Länge angehört und kostenlos heruntergeladen werden:

Paper & Places: „To Berlin“

Live:
09.04.12 Regensburg – Heimat (Release Party)
11.05.12 Dingolfing – Redbox Festival
12.05.12 Straubing – Raven

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