Vier Ohren: Castling Queen´s Side

Wer you sound great auch auf Facebook ein wenig verfolgt, kann sich vielleicht noch an das vor einer Weile dort geteilte Video zu „Rise & Fail“, der hervorragenden aktuellen Single des Züricher Sextetts Castling Queen´s Side, erinnern. Jüngst veröffentlichte die Band nach zwei Jahren Arbeit bei Irascible nun endlich auch ihr Debütalbum „Cinema“ – wir haben reingehört und waren sehr begeistert. Endlich eine neue Lieblingsband für regnerische Tage!

1) Rise & Fail

Ch: In der Presseinfo steht: “for fans of: The National, Interpol”. Stimmt.
Jn: Also genau das Richtige für mich. Allein der Songtitel könnte schon von The National oder Interpol sein.

2) Chase
Ch: Manchmal ist es ja etwas doof, wenn sich eine Band zu sehr an großen Vorbildern orientiert. Aber wenn das so gut gemacht ist wie hier, ist das überhaupt kein Problem.
Jn: Man merkt auch, dass das eine ziemlich große Band ist – das klingt alles schon ziemlich bombastisch.

3) Black, Casual
Jn: Das ist schon Matt Berninger, der da singt, oder?
Ch: Der eidgenössische Matt Berninger – Michael Wiedemann.
Jn: Komisch, dass bei diesem “for fans of” nicht auch noch die Editors genannt wurden.
Ch: Oder I Like Trains. Oder Bored Man Overboard. Ich mag übrigens so tiefe Stimmen. Diese ganzen dünnen Bubenstimmchen nerven mich nämlich ziemlich…
Jn: …sagt der Mann mit der “tiefsten” Stimme Frankens.

4) Safe Side
Jn: Irgendwie die perfekte Musik für das Regenwetter heute.

5) Leaving For Paris
Jn: Ich bin immer schwer begeistert, wenn jemand wirklich gut Schlagzeug spielen kann. Die meisten hämmern ja nur stupide drauflos.
Ch: Für mich ist das bisher der Hit der Platte.

6) Secret Notes
Jn: An sich ist das wieder so ein Album, zu dem man wenig sagen kann, weil es eben einfach gut ist.
Ch: Das hatten wir zum Glück in letzter Zeit recht oft. Aber irgendwann kommen sicher auch wieder schlechtere Zeiten.
Jn: Der Song erinnert mich jetzt ein wenig an Leonard Cohen.
Ch: Weil er so getragen ist?
Jn nickt

7) Confrontation
Ch: Mittlerweile befindet sich das Album in einer etwas ruhigeren Phase. Auch nicht schlecht, wobei mir der Anfang trotzdem besser gefallen hat.
Jn: Mir ebenfalls.

8) City Winners
Jn: Wieder ein sehr schönes Lied, diesmal wie von den Editors.

9) One Of The Quiet Boys
Ch: Der Songtitel spricht mich sehr an.
Jn: Meinst du, das ist ein Lied über dich?
Ch: Mag sein.
Jn: “Are you talking to me? You´re talking to me? Well, I´m the only one here. Here in my bathroom mirror.” – Super Text!

10) Take A Walk
Jn: Schon der vorletzte Song. Schade!
Ch: Die Schweizer Musikszene wird bei uns leider sehr unterschätzt – als gäbe es dort nur Sophie Hunger.

11) The Glorifier
Jn: Zum Abschluss singen noch einmal Paul Banks, Tom Smith und Matt Berninger gemeinsam mit Arcade Fire.
Ch: Vielleicht hören wir irgendwann mal ein neues Interpol-Album und sagen dann: “Wahnsinn, der Sänger klingt wie Michael Wiedemann.”
Jn: “Wie heißen die nochmal? Interpol – kenn ich nicht.” – Dann kannst du mich aber echt einliefern.

Fazit
Ch: So ein Fazit ist immer schwer bei solchen Alben. Normalerweise kann man dann noch einmal erzählen, was alles nicht so gut ist, aber hier habe ich eigentlich gar keine Kritikpunkte. Wer auch nur das Mindeste übrig hat für The National und wie die alle heißen, kann hier eigentlich blind zugreifen. Das Artwork ist auch sehr gelungen – eine runde Sache.
Jn: Dem kann ich mich nur anschließen. Das ist eben genau die Art von Musik, die mir gefällt.

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