Kritik: The Late Call

The Late Call – „Pale Morning Light“ (Tapete Records, 14.09.12)

Johannes Mayer alias The Late Call ist schon seit ein paar Jahren ein steter Garant für minimalistische, melancholiegetränkte Folk-Songs der schöneren Sorte. Auch „Pale Morning Light“, das mittlerweile dritte Album des Wahlschweden, ist wieder ein hervorragender Begleiter für den nahenden Herbst und Winter. Ein Übersong wie „Fribourg“ fehlt diesmal zwar, aber vielleicht hat auch dieser Umstand einen kleinen Anteil daran, dass die neue Platte eine sehr runde und homogene Sache geworden ist…

1) Wandering Through An Empty Field
Jn: Singt da Chris Martin? (Pause) Nee, doch nicht. Puh!
Ch: Im Vergleich zu vielen, sehr minimalistischen Stücken der anderen beiden Alben passiert hier auch richtig viel.

2) No Easy Way Out
Ch: Klavier und Streicher – das ist immer eine gute Kombination.
Jn: Vor allem im Herbst und Winter. Perfekt, um die Herbstdepression zu pflegen.

3) Keep Calm
Ch: Da ist der Songtitel Programm.

4) Heavy Heart
Ch: Aber du hast schon recht, für den Herbst ist das perfekt.
Jn: Das Album wird mir auch ganz sicher die eine oder andere morgendliche Zugfahrt versüßen. Dass wir zu den einzelnen Songs so wenig sagen, liegt vor allem daran, dass die Lieder einfach für sich selbst sprechen. Alle so ruhig und sehr schön.

5) Forest Fire
Jn: Waldbrand ist nun allerdings eher ein Sommerthema.
Ch: Ist das da eine Schreibmaschine im Hintergrund?
Jn: Eher Drumsticks, die an den Rand einer Trommel geschlagen werden.
Ch: Live käme aber eine Schreibmaschine cooler. Hab ich mal bei Bratze bei der on3-Lesereihe gesehen.
Jn: Ich weiß. Die Geschichte erzählst du immer, wenn irgendetwas nach Schreibmaschine klingt.

6) Week 23
Jn: Das ist jetzt sogar noch ruhiger als die bisherigen Lieder…
Ch: …und auch noch etwas trauriger.

7) Pale Morning Light
Jn: Das geht nun in eine etwas andere Richtung.
Ch: Ich würde ja sagen, das klingt amerikanischer.
Jn: Americana? Ja, stimmt schon.

8) Look At You Now

Ch: Ich glaube, das ist bisher mein Lieblingslied der Platte.
Jn: Sogar mit Glockenspiel!
Ch: Nicht von ungefähr ist das auch die erste Single.

9) Nothing Ever Does It
Ch: Es geht immer noch ein wenig minimalistischer!
Jn: Irgendwie merkt man aber auch, dass sich das Album dem Ende zuneigt.
Ch: Ganz zum Schluss gibts dann noch mal einen Kracher.

10) Everything In Its Place
Jn: Das war jetzt nichts mit dem Kracher…
Ch: Die beiden letzten Songs sind auch fast nahtlos ineinander übergegangen.

Fazit
Ch: Wenn man – wie ich – ruhige, herbstliche Musik mag, ist das ein Album, an dem man kaum herumkommt. Wobei ich sagen muss, dass mir die Songs stellenweise sogar fast ein wenig zu melancholisch sind. Trotzdem natürlich eine sehr gute Platte.
Jn: Finde ich auch – vor allem, weil sie in sich so geschlossen ist. Wenn es jetzt bald wieder kühler und dunkler wird, werde ich das ganz sicher sehr oft hören.

Tourdaten:
24.10.12 Kiel – Schaubude
25.10.12 Hamburg – Nachtasyl
26.10.12 Aachen – Raststätte
27.10.12 Offenbach – Hafen 2
28.10.12 Bielefeld – Bunker Ulmenwall
30.10.12 Hannover – Sing Sing
31.10.12 Gera – Comma
01.11.12 (CH) Aarau – Café Tuchlaube
02.11.12 (CH) St. Gallen – Oya
03.11.12 Stuttgart – Zwölfzehn
04.11.12 Paderborn – Sputnik

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