Petula

Don´t Forget Me, Petula! Don´t Forget Everything, Petula! (Dia Records, 18.1.13)

Petula

Zwei Mal haben wir Petula bisher live gesehen – beide Male im Jahr 2011 im Vorprogramm von ClickClickDecker. Beide Male beeindruckte uns Sebastian Cleemann damals mit seiner Bühnenpräsenz und seinen Loop-Qualitäten, aber beide Male hatte er leider Schwierigkeiten, sich mit seiner Musik, die doch recht viel Aufmerksamkeit braucht, gegen das hemmungslos plaudernde Publikum durchzusetzen. Das ist sehr schade, denn Petula, der letztes Jahr mit „Say Yes“ einen kleinen Geniestreich landete, ist zweifelsohne einer von den Guten. Das beweist auch sein zweites Album „Don´t Forget Me, Petula! Don´t Forget Everything, Petula!“, in das wir einmal reingehört haben:

SLLR
Jn: Ganz am Anfang klingt das nach Bloc Party.
Ch: Auch noch ein wenig, wenn der Gesang einsetzt.
Jn: Gefällts dir denn?
Ch: Live würde mir das sicher besser gefallen als von Platte…
Jn: …weil es da dann auch viel zu gucken gäbe.

Marry Me 1
Jn: Das gefällt dir jetzt besser, oder?
Ch: Ja, mehr Gitarren sind immer gut.
Jn: Recht stressig ist es aber.
Ch: Stimmt. Beim ersten Lied mochte ich das Ruhige, hier die Gitarren. Eine Mischung aus beidem wäre sehr fein.

A Circle Is A Lover’s Straight
Jn: Jetzt ist es ruhig und mit Gitarren.
Ch: Deshalb ist das bisher auch mein Lieblingslied.

Laika
Ch: Ob das ein Song über den Weltraumhund Laika ist?
Jn: Vielleicht ja auch über die Kneipe in Berlin-Neukölln, in der ich meinen ersten Abend als “Berlinerin” verbracht habe. Aber die Geräusche deuten eher auf Weltraum hin.
Ch: Ich persönlich würde den Weltraum ja Berlin jederzeit als Wohnort vorziehen.
Jn: Ich mittlerweile auch.

Dog
Ch: Dass das Lied nach “Laika” so heißt, stützt die Weltraumtheorie ja noch ein wenig mehr.
Jn: Mir plätschert das bisher alles ein wenig arg vor sich hin.

Talking In Landslides
Ch: Den Song mag ich jetzt sehr gerne. Wahrscheinlich, weil er mein konservatives Bedürfnis nach klassischen Songstrukturen befriedigt…
Jn kichert vor sich hin

November 4
Jn: “Calendar says: Kiss the calendar girl” – sehr toll!

Sing!
Ch: Abgesehen vom Gesang könnte das ja glatt von der Mediengruppe Telekommander sein.
Jn: Ich finde das recht gut. Aber an die Konzerte kommt das nicht ran – da singt er vorher noch fünf Minuten die ganzen Loops ein, was viel toller ist. Der Schluss war jetzt aber großartig…
Ch: …mit diesem “düüü-dümm”, das Nino de Angelo auch gerne verwendet hat.
Jn: Ich möchte nicht genauer nachfragen, warum du dich so gut mit Nino de Angelo auskennst.
Ch: Früher habe ich mir immer die ZDF-Hitparade angeschaut. Mit Uwe Hübner. Da habe ich viel gelernt.

Juri
Ch: Noch mehr vom sowjetischen Weltraumprogramm.

Ik Kan Niet Meer Het Is Teveel
Ch: Schade, dass nicht der komplette Text auf Niederländisch ist.
Jn: Das würdest du doch dann gar nicht verstehen!

All We Ever Want Is Time Out Alone, All We Ever Want Is To Forget This
Jn: Die beiden letzten Songtitel klingen sehr nach Burn-Out.
Ch: Die Trendkrankheit der letzten beiden Jahre. Burn-Out, das neue Cholesterin.
Jn: Aber das gefällt mir jetzt gut – auch das Glockenspiel.
Ch: Ich hab nun schon zwei Mal gedacht, dass der Song zu Ende ist, aber er geht immer noch weiter. Eine echte Wundertüte…

Fazit
Jn: Ich glaube, ich mag Petula live lieber als von CD. Wobei das Album natürlich auch gut ist.
Ch: Dem kann ich mich nur anschließen.

Tourdaten:
27.01.13 Fulda – 35 – Alternatives Kino
30.01.13 Hildesheim – Kulurfabrik Löseke
31.01.13 Chemnitz – Lokomov
01.02.13 Rostock – Artquarium
07.02.13 Hamburg – Astra Stube

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