Vier Ohren: Isbells

IsbellsDie Belgier Isbells waren die großen Pechvögel des Folk im Park-Festivals 2011, fiel der Auftritt der sympathischen Band um Gaëtan Vandewoude doch im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Bleibende Schäden hat dieses Erlebnis allerdings scheinbar nicht hinterlassen, denn im Frühjahr darauf brachte die Band in ihrer Heimat ihr zweites, wieder in Gaëtan Vandewoudes zum Studio umgebauter Scheune aufgenommenes Album „Stoalin'“ heraus, das mit gut einem Jahr Verspätung ab dem 1. März nun endlich auch bei uns erhältlich ist.

Wir haben vorab schon einmal reingehört:

1) Stoalin’
Ch: Ist das eine spanische Gitarre am Anfang?
Jn: So eine Gitarre, die in Filmen immer spanische Familienfehden unterlegt. Gerne mit Javier Bardem in der Hauptrolle.
Ch: Ich warte darauf, dass der Song richtig losgeht, aber nun ist er schon vorbei.

2) Heading for the Newborn
Jn: Ich glaube, auf einem Sommerfestival ohne Regen ist das richtig toll.
Ch: Das Lied eignet sich auch gut zum Autofahren…
Jn: …in Südfrankreich, der untergehenden Sonne entgegen. Mir macht das automatisch gute Laune.

3) Heart Attacks
Ch: Das ist auch wieder sehr lässig.
Jn: Viel mehr fällt mir dazu tatsächlich ebenfalls nicht ein.

4) Falling In And Out
Jn: Schöne Melodie! Schöne Harmonie!
Ch: Mittlerweile ist das Auto abgestellt und wir sitzen unter einem Baum inmitten von Weizenfeldern. Gleich rufen uns Mathieu und Amelié zum Abendessen an den großen Holztisch vor ihrem Bauernhaus.

5) Letting go
Jn: Dir gefällt das Albumcover, oder?
Ch: Das kann man aufklappen. Also, ja! Mir gefällt aber auch die Musik.

6) Illusion
Ch: Der Song klingt jetzt vergleichsweise opulent…
Jn: …beziehungsweise sphärisch. So wie man sich vertonte Illusionen eben vorstellt. Und nun auch noch mit einer Trompete!

7) One Day
Ch: Noch mehr Trompete. Aber eingebettet in ein ruhigeres Lied.
Jn: Schön ruhig – und mit Xylophon.

8) Elation
Ch: Mir gefällt, dass er so hoch singen kann, ohne dass es peinlich wird. Das schaffen nur Wenige. Womöglich ist das sogar mein Lieblinglied auf der Platte – wobei das recht schwer zu sagen ist, weil eigentlich die meisten Songs bisher ziemlich gut gelungen waren.

9) Baskin’
Jn: “To bask” heißt “sich sonnen”. Das wäre jetzt was – und dazu eine Limo!
Ch: Sonnen geht ja zur Zeit nur in diesen zweifelhaften Etablissements, die neben Spielhallen und Handyshops zu finden sind.

10) Erase and Detach
Jn: Das ist nun seeehr ruhig.
Ch: Mir geht das recht oft so, dass ich das erste und letzte Lied eines Albums am wenigsten mag. Nun finde ich es aber doch nicht schlecht – mit diesen ganzen Bläsern hatte ich nicht gerechnet.
Jn: Überraschung! Und ein krönender Abschluss.

Fazit
Ch: Die Platte höre ich mir im Frühling und Sommer sicher noch ganz oft an.
Jn: Ich höre die mir jetzt schon ganz oft an, um die Winterdepression zu vertreiben.
Ch: Oder so. Auf jeden Fall sind wir uns einig, dass das ein sehr schönes Album ist.

Tourdaten:

  • 27.04.13 Münster – Gleis 22
  • 28.04.13 Berlin – Privatclub
  • 29.04.13 Frankfurt – Brotfabrik
  • 30.04.13 Hamburg – Prinzenbar
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