Wax Mannequin: „No Safe Home“

Wax MannequinObwohl Chris Adeney alias Wax Mannequin aus Kanada stammt, scheint er irgendwie auch in Fürth zu Hause zu sein. Zumindest tritt der Songwriter gefühlt mindestens ein Mal im Jahr in der Kellerbühne des Babylon Kinos auf – morgen ist es wieder soweit. Just an diesem Tag erscheint auch das mittlerweile sechste Wax Mannequin-Album „No Safe Home“, das einmal mehr Folk-Songs mit einem mehr oder weniger hohen Anteil an avantgardistischen Elementen präsentiert. Die Krux an der Sache ist, dass mir gerade die etwas experimentelleren Stücke, die ich ganz gerne in die Schubladen „Folk Noir“ oder „Cabaret Songwriting“ stecken möchte, nicht ganz so sehr zusagen, was allerdings keineswegs an ihrer Qualität, sondern schlichtweg an meinen persönlichen Präferenzen liegt.

Deutlich besser gefallen mir die nicht ganz so düsteren, eher konventionellen Songs wie „Black Bell“, „Body White / Body Black“ und „Don´t Want To Go“, die mit ruhiger Akustikgitarre, Country-Fiedel und Chris Adeneys angenehmer, wandlungsfähiger Stimme punkten. Auch nicht schlecht ist das das Album beschließende „PB“, das mit sechseinhalb Minuten (die anderen Stücke sind größtenteils eher kurz ausgefallen) Dauer und seinen rumpligen 90er-Jahre-Indierock-Anleihen komplett aus dem Rahmen fällt.

Eine recht spannende Platte also – der Besuch der beiden noch anstehenden Konzerte könnte sich durchaus lohnen (und sei es nur, um herauszufinden, ob der Herr tatsächlich immer eine brennende Kerze auf dem Kopf trägt).

Konzerte:
03.05. Fürth – Babylon Kellerbühne
04.05. Gera – Songtage

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