The Head and the Heart: Let’s Be Still

Bislang kannte die Karriere von The Head and the Heart nur eine Richtung, nämlich steil bergauf. Im Jahr 2009 von den damals frisch nach Seattle gezogenen Jonathan Russell und Josiah Johnson gegründet, wuchs die Band dank Tyler Williams, Kenny Hensley, Charity Rose Thielen und Chris Zasche schnell zu einem Sextett heran, das in Windeseile ein hervorragendes Album aufnahm und im Selbstvertrieb 10.000 Mal verkaufte. Wiederum wenig später nahm das Renommierlabel SubPop die Band unter Vertrag, veröffentlichte das Debüt in einer leicht veränderten Version neu, woraufhin The Head and the Heart allein in den USA weitere 280.000 Platten verkauften und auf allen wichtigen Festivals spielten.

The Head and the Heart, damals beim letzten Abendmahl (Foto: PR).

The Head and the Heart, damals beim letzten Abendmahl (Foto: PR).

Dass der Aufwärtstrend der Amerikaner, die längst zur ersten Liga des US-Folkrocks zählen, in absehbarer Zeit abflaut, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden. Immerhin ist „Let’s Be Still“, das zweite Album der Band, ein weiterer Schritt nach vorne. Die 13 neuen Songs sind zwar etwas aufwändiger produziert und mit ein paar eher verzichtbaren elektronischen Spielereien (ohne die es seit der letzten Bon Iver-Platte wohl nicht mehr geht) verziert, aber im großen und ganzen setzen The Head and the Heart nach wie vor auf die Erfolgsformel des Debütalbums. Will heißen: Zentrale Elemente des zwischen zupackend und melancholisch pendelnden Folks sind wieder einmal die gesangliche Harmonie von Jonathan Russell, Josiah Johnson und Charity Rose Thielen, um die herum je nach Bedarf federleichte Akustikgitarren, Fiedel, satte Percussion und Pianoläufe gruppiert werden. Letzten Endes sind es allerdings vor allem die ruhigen Stücke, die aus dem sehr guten Gesamten herausragen – das sanft hoffnungsvolle „Another Story“ zum Beispiel, das bereits vor einer ganzen Weile veröffentlichte „Josh McBride“ (in dem in Anlehnung an Bob Dylan „boots of spanish leather“ geschnürt werden) oder das furiose, sechseinhalbminütige Finale „Gone“.

Dringende Kaufempfehlung!

„Let’s Be Still“ erscheint am 25. Oktober.

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