Kritik: Nathaniel Rateliff

Nathaniel Rateliff: Falling Faster Than You Can Run

Nachdem Nathaniel Rateliff zuletzt mit seiner Band „The Night Sweats“ in Sachen Soul unterwegs war, ist der Songschreiber aus Denver nun wieder zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Will heißen: Auf „Falling Faster Than You Can Run“ hat sich der Amerikaner einmal mehr die Akustikgitarre umgeschnallt, das Herz auf die Zunge gelegt und frönt in elf neuen Stücken einer Mixtur aus Americana, Folk und Country.

„Still Trying“, „I Am“ und „Don’t Get Too Close“, die vielversprechenden ersten drei Songs der Platte, funktionieren dabei allesamt nach einem ähnlichen Strickmuster: Die immer wieder eindrucksvolle, raue Stimme Nathaniel Rateliffs steht zunächst ganz im Zentrum, später gesellen sich Percussion, Background-Gesang und diverse weitere Instrumente dazu. „Laborman“ und das ganz hervorragende „Nothing To Show For“ (das ein wenig an Dan Mangans fulminanten „Post-War Blues“ erinnert) schlagen in eine andere Richtung, setzen sie doch von Beginn an auf einen satten Bandsound.

Leider hält „Falling Faster Than You Can Run“ gerade in seiner zweiten Hälfte nicht ganz das hohe Niveau aufrecht und gleitet hin und wieder sogar fast in Easy-Listening-Gefilde ab, wobei es gegen Ende hin mit dem sich langsam steigernden „Forgetting Is Believing“ und dem ruhigen „When Do You See“ doch noch einmal zwei Hochkaräter gibt. Generell gilt aber: Besonders stark ist Nathaniel Rateliff immer dann, wenn er ordentlich vor sich hingranteln darf – zum Glück findet er auch auf diesem insgesamt durchaus gelungenen Album mehrmals die Gelegenheit dazu.

„Falling Faster Than You Can Run“ ist am 24. Januar bei Mod y Vi Records erschienen.- Nathaniel Rateliff auf Tour: 19.2.14 München – Strøm, 20.2.14 Berlin – BiNuu, 21.2.14 Hamburg – Indra, 24.2.14 Köln – Gebäude 9.

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