Kritik: I Am Oak

I Am Oak: „Ols Songd“

Die größte Stärke von Thijes Kuijken alias I Am Oak ist nach wie vor die unglaublich entspannt wirkende Stimme, die runtergeht wie warme Milch mit Honig. Rund um den einnehmenden Gesang hat der etwas kauzige Niederländer auch auf seinem vierten Album „Ols Songd“ (kein Schreibfehler) wieder einmal ebenso melancholische wie tröstliche Lieder gebastelt, die ihre Wirkung auch ohne opulente Instrumentierung und übers Ziel hinaus schießende Experimentierfreude keinesfalls verfehlen.

Großartig geändert hat sich im Vergleich zu den drei Vorgängern – das 2012 erschienene „Nowhere or Tammensaari“ brachte I Am Oak auch international etwas mehr Aufmerksamkeit – natürlich nicht viel, was aber kein Schaden ist. Einige der neuen Stücke (der Albumtitel ist übrigens ein kleiner Hinweis darauf, dass einige davon bereits vor längerer Zeit Einzug in Thijs Kuijkens Live-Repertoire gefunden haben bzw. schon seit einer in seinem Kopf herumgeisterten) gehören ohne Zweifel zu den bisher stärksten Songs von I Am Oak. Das mit knapp fünf Minuten für die Verhältnisse des Musikers aus Utrecht, der gerne mit zweieinhalb Zeigerumdrehungen auskommt, fast schon ausladende „Birches“ mit dem gebetsmühlenartig wiederholten „we sang hymns on the holy ground“ ist ebenso eines der großen Highlights von „Ols Songd“ wie das mit starker Percussion glänzende, frühlingsleichte „Honeycomb“ oder das ebenso eingängige „Kites in the Canopy“.

„I guess that the liquid inside of me is made from the water of clouds“, heißt es im Letztgenannten. Könnte stimmen. Starkes Album, wieder mal!

„Ols Songd“ erscheint am 14. Februar bei Snowstar Records.- I Am Oak gemeinsam mit The Black Atlantic auf Tour: 24.2.12 Greifswald – Kontor Keller, 25.2.12 Potsdam – Waschhaus (Ruby Tuesday), 26.2.14 Mannheim – Cinema, 27.2.14 (CH) Rohrschach – Treppenhaus, 28.2.14 (CH) Basel – BScene Festival, 1.3.14 Marburg – KFZ, 2.3.14 Berlin – Privatclub, 3.3.14 Dresden – Ostpol, 4.3.14 Leipzig – Wärmehalle Süd, 5.3.14 Hamburg – Molotow, 6.3.14 Düsseldorf – FFT, 7.3.14 Wuppertal – Bürgerbahnhof, 8.3.14 Karlsruhe – Café Nun, 9.3.14 Offenbach – Hafen 2, 10.3.14 Aachen – Musikbunker.

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