Neue Schallplatten (1)

Diesmal: „Never Have Enough“, das Debüt der jungen Letten Carnival Youth

Carnival YouthLettland mag zwar nach wie vor nicht der Nabel der Musikwelt sein, aber in Zeiten der totalen globalen Vernetzung ist die Herkunft einer Band letzten Endes völlig zweitrangig. Der traurige Americana-Songwriter kommt mittlerweile gerne aus Skandinavien und der kompromisslose Gangster-Rapper ist mitunter ein wohlbehüteter Gymnasiast, der seine Reime im elterlichen Einfamilienhaus schmiedet. Carnival Youth, ein noch sehr junges Quarettet um die beiden Brüder Emils und Edgars Kaupers, hat zwar seine Heimat in der lettischen Haupstadt Riga, musikalisch ist die Band aber doch eher im Vereinigten Königreich zu Hause. So drängen sich beim Hören der Debüt-EP „Never Have Enough“ die Vergleiche zu populären britischen Formationen wie Bombay Bicycle Club, Noah and the Whale oder Fanfarlo (gerade der Titelsong der EP erinnert streckenweise doch stark an „Finish Line“) geradezu auf.

Die allerschlechtesten Referenzen sind das nicht und insgesamt machen Carnival Youth ihre Sache ziemlich gut – in der Zukunft würde ihnen aber eine etwas größere Portion Eigenständigkeit bestimmt nicht schaden.

Carnival Youth: Never Have Enough. Popup Records, erscheint am 19. September.- Konzerte: 18.09.14 Hamburg – Reeperbahnfestival, 20.09.14 Leipzig – Moritzbastei, 03.10.14 (Ö) Wien – Waves Vienna Festival, 08.11.14 Singwitz – Kesselhaus, 11.11.14 Mainz – Schon schön, 12.11.14 Würzburg – Café Wunschlos glücklich, 13.11.14 Nürnberg – Club Stereo, 14.11.14 Schwäbisch-Hall – Paula will tanzen, 15.11.14 Freiburg – Swamp.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s