Tante Doktor: „Medical Songwriting“ aus Gießen

Bild: Pascal Drubel

Bild: Pascal Drubel

Dieser Tage erreichte mich eine E-Mail aus dem Universitätsklinikum Gießen, und obwohl mich mit dieser Institution nichts verbindet — schon gar keine kürzlich zurückliegende Untersuchung welcher Art auch immer — fragte ich, der alte Hypochonder, mich unweigerlich, was denn jetzt schon wieder kaputt sein könnte. Die ebenso beruhigende wie nahe liegende Antwort: Nichts ist kaputt, alles ist in Ordnung. Um medizinische Diagnosen ging es in der Mail nämlich gar nicht, sondern vielmehr um Musik.

Die Schnittmenge zwischen den beiden Themengebieten Musik und Medizin bestand für mich bislang immer nur aus Reinhard Meys „Dr. Nahtlos, Dr. Sägeberg und Dr. Hein“, muss aber nun wohl um die Band Tante Doktor erweitert werden. Diese wurde vor einer Weile von Hans Voigtmann und ein paar befreundeten Medizinern des eingangs erwähnten Universitätsklinikums Gießen als Begleitung des Medizinerkabaretts Elephant Toilet gegründet und hat mittlerweile ein rühriges Eigenleben entwickelt. Nach der EP „Unsteril“ erschien mit „Bipolar“ (zu erwerben direkt bei der Band) jüngst das Debütalbum der Formation, die sich in ihren Liedern — oft auf pointierte, manchmal aber auch auf sehr berührende Art und Weise — mit allerlei Phänomenen aus dem Klinikalltag auseinandersetzt und dabei an eine Mischung aus Element of Crime, Moritz Krämer und den feinen Dresdnern Bergen erinnert.


Obwohl das nicht immer ganz meine musikalische Kragenweite ist — was natürlich rein gar nichts über die Qualität der Songs aussagt — kann ich trotzdem guten Gewissens empfehlen, sich einmal näher mit Tante Doktor zu beschäftigen. Vielleicht ja sogar vor Ort bei einem Konzert. Am 29. November zum Beispiel treten Tante Doktor beim Science Slam im Filmhaus in Lübeck auf.

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