Neuigkeiten

Small Houses: Staggers and Rise

Small Houses

Ein neues Musikjahr bringt nicht nur neue Platten und Konzerte mit sich, sondern (manchmal) eben auch neue Labels. Eines davon ist I am old fashioned aus Bremen, das erst gerade erst die Bildfläche betreten hat und aus einem ebenso pragmatischen wie sympathischen Zweck ins Leben gerufen wurde: „Es wurde gegründet um das zu supporten was wir lieben: Großartige Musik!“

Was die oder der Einzelne unter großartiger Musik versteht, ist natürlich subjektiv, aber mit ihrer ersten Veröffentlichung haben die Bremer aus meiner Sicht schon einmal ins Schwarze getroffen, handelt es sich doch um „Staggers and Rise“, die neue Single des aus Michigan stammenden Jeremy Quentin alias Small Houses, der in seiner Heimat bereits seit einem Weilchen für Furore sorgt. Schön, dass er nun also auch bei uns angekommen ist — „Still Talk; Second City“, das neue Album des Amerikaners, soll dann demnächst erscheinen.


♦ Bei Gefallen gibt es „Staggers and Rise“ hier zum freien Download.

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Frohe Weihnachten

Sleeping At Last

Seit Jahren schon spielt der in Chicago lebende Songschreiber und Komponist Ryan O’Neil alias Sleeping At Last in der Adventszeit einen beliebten Weihnachtsklassiker neu ein. Mittlerweile ist eine stattliche Sammlung an sehr geschmackvollen, wohltuend unkitschigen Liedern zusammengekommen, die jüngst um „O Come, O Come Emanuel“ erweitert wurde. Alle 14 Songs stehen bei Noistrade zum Download zur Verfügung. Entweder kostenfrei oder gegen eine Spende, die in vollem Umfang dem St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis, Tennessee — einer der weltweit führenden Einrichtungen bei der Erforschung von Krebserkrankungen bei Kindern — zugute kommt.


Mir bleibt nun eigentlich nur noch, Euch allen, liebe Leserinnen und Leser, ein schönes und friedliches Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben zu wünschen. Außerdem natürlich fürs neue Jahr nur das Allerbeste. Ein wenig habe ich es im zu Ende gehenden Jahr mit der regelmäßigen Aktualisierung dieses Blogs schleifen lassen — das wird sich aber demnächst wieder ändern. Versprochen!

Bestes,
Christoph

Gregor McEwan: Video zu „First Leg“, erste Konzerttermine für 2015


In den ersten zwei Minuten seines Anfang 2014 erschienenen aktuellen Albums „Much Ado About Loving“ ist Gregor McEwan selbst gar nicht zu hören. Stattdessen überlässt der in Berlin lebende Songschreiber seiner amerikanischen Kollegin Tess Wiley — die bereits auf dem Debüt „Houses & Homes“ einen Gastauftritt hatte — erst einmal das Feld, ehe er sich später dazugesellt. Zweifellos ist das geschickt konstruierte, sich immer weiter steigernde „First Leg“ einer der großen Höhepunkte der insgesamt sehr gelungenen Platte. Zum Jahresabschluss wurde dem Song ein „galaktisches“ Video spendiert und Anfang 2015 ist Gregor McEwan, der sich — ähnlich wie Bob Dylan — auf einer niemals endenden Tournee befindet, dann auch wieder einmal ein wenig unterwegs.


Termine: 08.01.15 Wuppertal – Utopiastadt, 11.01.15 Münster – Pension Schmidt, 16.01.15 Schrobenhausen – Herzog Filmtheater, 17.01.15 (CH) Brugg – Salzhaus, 18.01.15 (CH) Zürich – El Lokal, 19.01.15 (CH) Luzern – Gewerbehalle, 06.02.15 Kamen – Freizeitzentrum, 07.02.15 Bocholt – Küchenkonzert, 08.02.15 Mülheim an der Ruhr – House And Home Concert.

The Feather: Debütalbum „Invisible“ erscheint Ende Februar, Tour folgt im März


Einigen von Euch ist unter Umständen die belgische Band Dan San ein Begriff. Deren Sänger, Thomas Medard, zeichnet seit einem Weilchen auch für The Feather verantwortlich und widmet sich dort melancholischen Folkpop-Songs, die beinahe zu gleichen Teilen verträumt und minimalistisch wie opulent und zugänglich anmuten. Das oben zu hörende „Sighs“ stammt vom Debütalbum „Invisible“, das in Belgien bereits im Herbst 2013 veröffentlicht wurde und am 27. Februar 2015 auch bei uns erscheint (popup-records). Kurz nach dem Veröffentlichungstermin der Platte geben sich The Feather dann auch live die Ehre und spielen eine Reihe von Konzerten in unseren Gefilden.


Termine: 17.03.15 Mainz – Schon Schön, 18.03.15 Chemnitz – Aaltra, 21.03.15 Berlin – Lido (KarreraKlub), 24.03.15 München – Glockenbachwerkstatt, 25.03.15 Nürnberg – MUZclub, 26.03.15 Freiburg – Swamp, 28.03.15 Stuttgart – Café Galao.

Zwei vorweihnachtliche Geschenke

Weihnachtszeit ist Geschenke-Zeit. Deshalb heute zwei lohnenswerte neue Songs, die zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen.

1) Wer sich nach einem der besten Lemonheads-Songs überhaupt benennt, muss musikalisch schon etwas anbieten, um dem großen Namen zumindest halbwegs gerecht zu werden. The Outdoor Type, ein junger Mann aus Melbourne, bekommt das erfreulicherweise sehr ordentlich hin. „Are You Happy“ ist übrigens die erste Veröffentlichung des Australiers überhaupt, was die Sache gleich noch ein wenig bemerkenswerter macht.


2) Längst keine Newcomer mehr sind natürlich The Great Bertholinis — im Sommer veröffentlichten die Nürnberger mit dem hervorragenden „Brothers & Devils“ bereits ihr viertes Album. Nicht auf die Platte geschafft hat es — sicher nicht aus Qualitätsgründen — die zauberhafte Ballade „Sight You Dancing“, die uns das Oktett nun eben unter den Weihnachtsbaum legt. Live zu sehen sind die Great Bertholinis für Kurzentschlossene heute Abend (11. Dezember) im Schlachthof in Kassel und morgen (12. Dezember) in Wiesbaden, ebenfalls im Schlachthof.


Zwei Empfehlungen aus Manchester

Statt hier jetzt ganz groß einen musikalischen Adventskalender aufzuziehen, der am 8. Dezember langsam an Fahrt verliert, bevor er am 15. Dezember endgültig sein Leben aushaucht, zwei kleine Empfehlungen zur neuen Woche — hinter beiden stecken zufälligerweise Künstler aus Manchester.

1) Andrew James Pegram alias Herdwhite ist noch ein nahezu unbeschriebenes Blatt — zumindest mir sagte der junge Mann bisher gar nichts. Seine aktuelle EP „The Council of Foxes“ ist eben erschienen, zwei der drei Songs darauf treffen meinen Geschmack leider überhaupt nicht (zu elektronisch!), das äußerst atmosphärische Titelstück gefällt mir dafür umso mehr.


2) Über den Geheimtipp-Status sind The Slow Show mittlerweile hinaus und „White Water“, das Anfang März erscheinende Debütalbum der Engländer, dürfte sicher nicht nur von mir mit großer Spannung erwartet werden. „Dresden“, die aktuelle Single der Band, ist außerdem ohne Zweifel eines meiner Lieblingslieder des langsam zu Ende gehenden Jahres. Nun gibt es dazu auch ein sehr schönes, ziemlich berührendes Video:


Tante Doktor: „Medical Songwriting“ aus Gießen

Bild: Pascal Drubel

Bild: Pascal Drubel

Dieser Tage erreichte mich eine E-Mail aus dem Universitätsklinikum Gießen, und obwohl mich mit dieser Institution nichts verbindet — schon gar keine kürzlich zurückliegende Untersuchung welcher Art auch immer — fragte ich, der alte Hypochonder, mich unweigerlich, was denn jetzt schon wieder kaputt sein könnte. Die ebenso beruhigende wie nahe liegende Antwort: Nichts ist kaputt, alles ist in Ordnung. Um medizinische Diagnosen ging es in der Mail nämlich gar nicht, sondern vielmehr um Musik.

Die Schnittmenge zwischen den beiden Themengebieten Musik und Medizin bestand für mich bislang immer nur aus Reinhard Meys „Dr. Nahtlos, Dr. Sägeberg und Dr. Hein“, muss aber nun wohl um die Band Tante Doktor erweitert werden. Diese wurde vor einer Weile von Hans Voigtmann und ein paar befreundeten Medizinern des eingangs erwähnten Universitätsklinikums Gießen als Begleitung des Medizinerkabaretts Elephant Toilet gegründet und hat mittlerweile ein rühriges Eigenleben entwickelt. Nach der EP „Unsteril“ erschien mit „Bipolar“ (zu erwerben direkt bei der Band) jüngst das Debütalbum der Formation, die sich in ihren Liedern — oft auf pointierte, manchmal aber auch auf sehr berührende Art und Weise — mit allerlei Phänomenen aus dem Klinikalltag auseinandersetzt und dabei an eine Mischung aus Element of Crime, Moritz Krämer und den feinen Dresdnern Bergen erinnert.


Obwohl das nicht immer ganz meine musikalische Kragenweite ist — was natürlich rein gar nichts über die Qualität der Songs aussagt — kann ich trotzdem guten Gewissens empfehlen, sich einmal näher mit Tante Doktor zu beschäftigen. Vielleicht ja sogar vor Ort bei einem Konzert. Am 29. November zum Beispiel treten Tante Doktor beim Science Slam im Filmhaus in Lübeck auf.

Frohes Neues mit Team Me

Die Norweger kündigen für Januar 2015 ein neues Album an und gehen wenig später auf Tour

Foto: Hans Erik Skari

Foto: Hans Erik Skari

Ehrlich gesagt tue ich mich mit Team Me nach wie vor ein wenig schwer. Grundsympathisch sind die Norweger auf alle Fälle und großes Talent haben sie obendrein, aber einen Song, der mich restlos begeistern konnte, gabs bisher noch nicht. Womöglich ändert sich das ja mit dem im Januar 2015 erscheinenden neuen Album „Blind As Night“. Der vorab zu hörende Titelsong kommt zwar mit ordentlich Bombast (und einem hervorragenden Video) daher, weiß aber irgendwie nicht so recht, wohin mit sich selbst. Am feierlichen, blendend gelaunten „The All Time High“ (die B-Seite der jüngst veröffentlichten „Blind As Night“-Single und ebenfalls auf der Platte enthalten) dagegen gibt es – abgesehen vom etwas dünnen Stimmchen des Sängers vielleicht – praktisch überhaupt nichts auszusetzen.

Das könnte also doch noch was werden mit Team Me und mir!

♠ Konzerte: 25.02.15 Hamburg – Knust, 26.02.15 Jena – Kassablanca, 27.02.15 Dresden – Beatpol, 28.02.15 Berlin – Lido, 01.03.15 Köln – Gebäude 9, 03.03.15 Münster – Gleis 22, 04.03.15 Erlangen – E-Werk, 05.03.15 Heidelberg – Karlstorbahnhof, 06.03.15 Mainz – Schon schön, 07.03.15 Lörrach – Between The Beast Festival, 09.03.15 München – Ampere, 11.03.15 (CH) Zürich – Bogen F, 12.03.15 (Ö) Feldkirch – Saumarkt Theater, 13.03.15 (Ö) Wien – Rhiz.

Trotz allem: Gute Laune

Erik Penny veröffentlicht Ende Oktober ein neues Album

Foto: Saskia Otto

Foto: Saskia Otto

Manchmal ist es nicht so einfach, sich bei all den Widrigkeiten des Lebens seine gute Laune zu bewahren. Erik Penny scheint allerdings zu den beneidenswerten Typen zu gehören, denen es gelingt, jedem neuen Tag erst einmal mit einer Portion Optimismus zu begegnen. Womöglich hat sich der im sonnigen Kalifornien geborene Songschreiber diese Fähigkeit ja in seiner grauen und nicht ganz so menschenfreundlichen Wahlheimat Berlin antrainiert.

Jedenfalls lässt sich der Umstand, warum sich „Flowers & Fire“, der erste Vorgeschmack auf das am 24. Oktober erscheinende neue Album „Heart Bleed Out“, geradezu beschwingt anhört, nur mit einer sehr optimistischen Grundhaltung erklären. Die Hintergründe der Platte sind nämlich alles andere als fröhlich, entstand sie doch in der Folge einer sehr schweren Lebensphase, in der Erik Penny mit Krankheit, Verlust und weitreichenden Entscheidungen konfrontiert war. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die Zukunft für den sympathischen Amerikaner ähnlich erfreulich wird, wie seine Musik schon jetzt klingt…

Konzerte: 07.11.14 Münster – Café Schnabulenz, 08.11.14 Bremen – Wohnzimmer Show, 09.11.14 Bremen – Schwankhalle, 11.11.14 Erfurt – Café Tiko, 15.11.14 Leipzig – Tabori, 18.11.14 Dresden – Buchbar, 19.11.14 München – Cord Club, 20.11.14 Freiburg – V.Lenz, 21.11.14 Heidelberg – WOW Nachtgalerie, 23.11.14 Offenbach – Hafen 2, 24.11.14 Würzburg – Wunschlos Glücklich, 25.11.14 Darmstadt – Schlosskeller, 26.11.14 Köln – Wohngemeinschaft, 27.11.14 Dortmund – Hej Store, 09.12.14 Kiel – Prinz Willy, 10.12.14 Hamburg – Hasenschaukel, 11.12.14 Buxtehude – Marschtorzwinger.

Subterranean Homesick Icelander

Dad Rocks! wandelt im Video zu seiner neuen Single auf den Spuren Bob Dylans

Nachdem Snævar Njall Albertsson alias Dad Rocks! mit „Body Mass Index“ vor einer Weile schon einen ersten Vorboten auf sein neues Album „Year of the Flesh“ (erscheint am 26. September bei Father Figure Records) losgeschickt hatte, legt er nun mit „Peers“ einen sehr schönen Song zum Thema Filesharing nach, an dessen Ende er gleich eine kleine „Gebrauchsanweisung“ dazu gestellt hat:

So share this song with everyone
It will not be frowned upon
As long as you build upon
Things we have undergone

Begleitend zum Song gibt es ein ebenso gelungenes Low-Budget-Video, für das sich der in Dänemark lebende Isländer von Bob Dylans Klassiker „Subterranean Homesick Blues“ inspirieren hat lassen.

Dad Rocks! gemeinsam mit Honig auf Tour: 30.09.14 Jena – Café Wagner, 01.10.14 Leipzig – Werk 2, 02.10.14 Dresden – Beatpol, 03.10.14 Berlin – Privatclub, 04.10.14 Husum – Speicher, 07.10.14 Stuttgart – 1210, 08.10.14 Frankfurt – Ponyhof, 09.10.14 Nürnberg – Club Stereo, 10.10.14 Freiburg – Waldsee, 11.10.14 Konstanz – Kulturladen.