Singles

Tom Rosenthal: Go Solo

Tom Rosenthal

Foto: Siddharth Khajuria

Ab und an entgeht einem doch etwas, wenn man sich nicht zur Schar der begeisterten Til Schweiger-Anhänger zählt: Zum Beispiel „Go Solo“, die aktuelle Single des Briten Tom Rosenthal, die auf dem Soundtrack des neuen Schweiger-Streifens „Honig im Kopf“ (der — zumindest dem Trailer und diverser Kurzbeschreibungen nach zu urteilen — recht hübsch zu sein scheint) einen zentralen Platz einnimmt.

Wer deswegen jetzt trotzdem nicht ins nächste Kino rennen möchte, darf sich einfach entspannt zurücklehnen und dem sehr gelassenen Song, untermalt von idyllischen Bildern, lauschen:


♦ Der Sountrack zu „Honig im Kopf“ ist bei Four Music erschienen, die Single „Go Solo“ ist ebenfalls dort erhältlich.

Jake McMullen – „Always“

Jake McMullen


Die Zahl der Musiker, die jedes Jahr nach Nashville kommen, auf den großen Durchbruch hoffen und letzten Endes kläglich scheitern, dürfte nur noch übertroffen werden von der Zahl der Nachwuchsschauspieler, die es in der Hoffnung auf eine Hollywood-Karriere nach Los Angeles verschlägt. Was das Abenteuer Nashville für den lustigerweise aus Los Angeles stammenden Songschreiber Jake McMullen bereithält, kann jetzt natürlich noch nicht beurteilt werden, aber die jüngst erschienene Single „Always“ macht — nicht zuletzt dank der sehr prägnanten Gesangsstimme — schon einmal einen sehr guten Eindruck.



Der Song ist ein erster Vorbote eines noch namenlosen Albums, das im kommenden Jahr erscheinen soll. Bei Gefallen gibt es „Always“ zum kostenlosen Download für alle, die sich auf Jake McMullens Homepage in den Newsletter eintragen, oder zusammen mit zwei älteren (und deutlich weniger ausgefeilten Stücken) bei Noisetrade.

Sophie Jamieson – „Take“


Huch, schon mehr als ein Monat ohne Beitrag hier und nun auch nur ein paar knappe Worte zu „Take“, der aktuellen Single von Sophie Jamieson. An sich ist der Vorbote auf die Anfang 2015 erscheinende neue EP der jungen Engländerin ja recht spartanisch und unspektakulär, bei mehrmaligem Hören entwickelt sich dann aber doch ein Sog, dem man sich – vor allem, wenn man Karo oder Daughter mag – nur schwer entziehen kann…

Paper Beat Scissors – „Tendrils“

TendrilsWieder einmal Kanada-Festwochen hier: Gestern The Loodies aus Montreal, heute Paper Beat Scissors aus Halifax. Tim Crabtree begeisterte mich letztes Jahr mit seinem schlicht „Paper Beat Scissors“ betitelten Album und pünktlich zum Record Store Day am 20. April veröffentlicht er eine wunderbare Live-Version (mit Gastauftritten von Clogs und My Brightest Diamond) von „Tendrils“, einem der stärksten Songs der Platte, als mit allerlei Schnickschnack ausgestattete 7″ Vinyl.

Ach ja, im Mai schaut Paper Beat Scissors außerdem wieder einmal für ein paar Konzerte in Deutschland und Österreich vorbei. Tipp: Hingehen!

Tourdaten:
17.05. Düsseldorf – Brause
19.05. München – Theatron Pfingstfestival
20.05. (AT) Graz – Scherbe
21.05. (AT) Innsbruck – Die Bäckerei
24.05. Berlin – Café Myxa
25.05. Eppstein – Burg Eppstein Folk Festival
26.05. Köln – Lichtung
28.05. Braunschweig – Nexus
29.05. Weimar – TBD
30.05. Mainz – Haus Mainusch
31.05. Mannheim – Maifeld Derby

***

P.S. Mit dem Artikel  oben hat das hier zwar (fast) gar nichts zu tun, aber beim Stichwort Record Store Day möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass das Manchester Orchestra dazu eine 12″ veröffentlicht, die unter anderem das grandiose „Architect“, eine Kooperation mit Frightened Rabbit, enthält:

Bored Man Overboard

Neues Demo „Adrenaline“

Bored Man Overboard

Neue Musik von Bored Man Overboard hatte ich zwar schon lange herbeigesehnt, aber unter den gegebenen Umständen hält sich die Freude allerdings arg in Grenzen: Die Demo „Adrenaline“ haben die Schweden nämlich gemeinsam mit dem Produzenten Martin Senter aufgenommen, der dieser Tage viel zu früh gestorben ist.

Der Song an sich ist aber trotzdem ganz hervorragend ausgefallen…

Wildlife

Neue Single „Born to Ruin“ im Stream

Wildlife

Noch eine Band aus Kanada, die in naher Zukunft eine neue Platte veröffentlicht: Bei Wildlife, einem Quintett aus Toronto, geht es allerdings ungleich brachialer zu (allein die selbst gewählte Genrebeschreibung „weapon-rock“ spricht Bände) als bei den eher feinfühligen Folly and the Hunter, von denen vorgestern hier die Rede war.

Das unter anderem von Peter Katis (The National, Interpol) produzierte zweite Wildlife-Album „…on the Heart“ erscheint am 26. Februar bei Wax Records, die erste Single „Born to Ruin“ kann vorab bereits angehört werden:

Koria Kitten Riot: Zwei neue Songs

Im Frühjahr bereitete uns Antti Reikko alias Koria Kitten Riot mit seinem Album „The Lows & The Highs“ bereits viel Freude. Nun verschenkt der Finne zwei Songs, die es damals nicht auf die Platte geschafft haben – sicher nicht wegen mangelnder Qualität, denn „12345678“ und vor allem „A Folk Song For Me“ sind ziemlich großartig ausgefallen.

Verse Metrics: Aches

Das neue Solo-Album von Paul Banks mag die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt haben, aber zum Glück gibt es ja noch jede Menge andere Bands, die Interpol nicht ganz unähnlich sind. Verse Metrics zum Beispiel. Das Quartett aus Glasgow veröffentlicht im Dezember seine neue EP „Radians“, vorab gibts mit dem vielversprechenden „Aches“ schon mal einen kleinen Vorgeschmack zum kostenlosen Download.

Update: Dan Mangan

Dan Mangan, jüngst mit drei Preisen bei den Western Canadian Music Awards ausgezeichnet, geht demnächst wieder ausgedehnt auf Tour und spielt ganz zum Abschluss der Reise im Dezember gemeinsam mit Jason Collett ein paar Konzerte in Deutschland und der Schweiz. Neue Musik hat der Kanadier dabei auch im Gepäck, denn mit „Radicals“ erscheint am 16. Oktober bei Arts & Crafts eine 7″, die neben dem unten zu hörenden „We Want To Be Pleasantly Surprised, Not Expectedly Let Down“ ein bisher ebenfalls unveröffentlichtes Cover des Yukon Blonde-Songs „Stairway“ enthält.

Tourdaten:
05.12.12 Bochum – Bahnhof Langendreer
06.12.12 Hamburg – Uebel & Gefährlich
07.12.12 Dresden – Beatpol
08.12.12 (CH) Zürich – Exil
09.12.12 (CH) Lausanne – D Club

Ein paar Neuigkeiten (9)

Ein paar Songwriter, gemütliche Atmosphäre, gedimmte Beleuchtung: Mit der Konzertreihe „Sit Down And Sing“ haben sich die netten Menschen von Tapete damals eine tolle Sache einfallen lassen, die nach der fünften Auflage im Jahr 2009 (vorher waren bereits Größen wie Christian Kjellvander, Kristofer Aström und Norman Blake zu Gast) leider ein wenig eingeschlafen ist. Umso schöner, dass es nun doch wieder in eine neue Runde geht – diesmal mit dem beinahe schon zum Stammgest gewordenen Paul Hiraga alias Downpilot, dem Kanadier Danny Michel und Mark Gardener, dem ehemaligen Frontmann der Shoegaze-Legende Ride.

Termine:
10.10.12 Hamburg – Knust
11.10.12 Berlin – Frannz Club
13.10.12 Sylt – Kurhaus
14.10.12 Münster – Fachwerk
15.10.12 Köln – Stadtgarten
16.10.12 Wiesbaden – Walhalla Spiegelsaal
17.10.12 Tübingen – Zimmertheater
18.10.12 (AT) Innsbruck – Bäckerei
19.10.12 (AT) Linz – Posthof
20.10.12 Halle – Objekt 5

Gibson Bull – da ist doch schon der Name (kein Künstlername) eine Ansage! Dabei käme der junge Londoner sicher auch mit einem Allerweltsnamen gut durch, denn immerhin ist er mit einer prägnanten Stimme und einem Gespür für feine Americana-Songs gesegnet. Zu überprüfen unter anderem in „Come On Sunshine“ und dem noch besseren, sehr an den Ryan Adams der Cardinals-Zeit erinnernden „Matilda“:

Schwervon live:
04.10.12 Berlin – Schokoladen
05.10.12 Dresden – Ostpol
07.10.12 (AT) Wien – Rhiz
08.10.12 München – Südstadt
10.10.12 Nürnberg – K4 Zentralcafé (+ The Wedding Present)
11.10.12 Mannheim – The Blau
12.10.12 Regensburg – W1 (+ Jenny Lund)
13.10.12 Gunzenhausen – Cayman Bar
14.10.12 (CH) Tobel – Komturei
15.10.12 (CH) Zürich – Bosch Bar
16.10.12 Wetzlar – Franzis
17.10.12 Darmstadt – Oettinger Villa
18.10.12 Köln – Hängende Gärten
19.10.12 Bremen – Spedition
20.10.12 Oldenburg – Wagenburg
21.10.12 Hannover – tba
22.10.12 Hamburg – Astra Stube
23.10.12 Offenbach – Hafen 2