Chicago

Frohe Weihnachten

Sleeping At Last

Seit Jahren schon spielt der in Chicago lebende Songschreiber und Komponist Ryan O’Neil alias Sleeping At Last in der Adventszeit einen beliebten Weihnachtsklassiker neu ein. Mittlerweile ist eine stattliche Sammlung an sehr geschmackvollen, wohltuend unkitschigen Liedern zusammengekommen, die jüngst um „O Come, O Come Emanuel“ erweitert wurde. Alle 14 Songs stehen bei Noistrade zum Download zur Verfügung. Entweder kostenfrei oder gegen eine Spende, die in vollem Umfang dem St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis, Tennessee — einer der weltweit führenden Einrichtungen bei der Erforschung von Krebserkrankungen bei Kindern — zugute kommt.


Mir bleibt nun eigentlich nur noch, Euch allen, liebe Leserinnen und Leser, ein schönes und friedliches Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben zu wünschen. Außerdem natürlich fürs neue Jahr nur das Allerbeste. Ein wenig habe ich es im zu Ende gehenden Jahr mit der regelmäßigen Aktualisierung dieses Blogs schleifen lassen — das wird sich aber demnächst wieder ändern. Versprochen!

Bestes,
Christoph

Kritik: Ezra Furman

Ezra Furman – The Year Of No Returning
Schoenwetter Schallplatten, 02.11.2012
Für Freunde von: Jonathan Richman, Tom Petty, Ezra Furman & The Harpoons

Ezra Furman kennen einige von Euch sicher als Frontmann von Ezra Furman & The Harpoons, die vor einer Weile mit „Take Off Your Sunglasses“ einen veritablen Semi-Hit landeten. Mittlerweile ist der Songschreiber aus Chicago vorwiegend alleine unterwegs und mit „The Year Of No Returning“ erscheint sein erstes Solo-Album, das er demnächst als Support von Nada Surf live präsentieren wird, nun auch bei uns.

1) Dr. Jekyll & Mr. Hyde
Jn: Klingt, als wäre er den Siebzigern entsprungen.
Ch: Allerdings mag ich die Instrumentierung mit Cello und so sehr gerne.

2) American Soil
Ch: Der Song hat – wie der erste auch – einen leichten Mystery-Touch. Besser kann ich das nicht beschreiben.
Jn: Er sitzt schon irgendwo in der Wüste und erzählt da seine Western-Geschichten, oder? Aber gut, das Lied heißt ja auch “American Soil”.
Ch: Mystery-Western-Rock!

3) Lay In The Sun
Jn (schaut skeptisch): Kevin Devine war damals in Aschaffenburg als Vorband von Nada Surf super. Fällt Dir mehr ein zu dem Lied?
Ch: Hmmm, ist halt so eine recht nette Ballade. Aber auch nichts besonderes.

4) Sinking Slow
Jn: Beginnt so, wie der Titel erwarten lässt.
Ch: Gehauchter Gesang zum Piano – das gefällt mir nicht so. Ich befürchte, dass das bis zum Ende so weitergeht. (Pause) Vielleicht setzen aber doch auch noch weitere Instrumente und ein Chor ein.

5) That´s When It Hit Me
Jn: Ich stelle mir bei dem Song Frauen in Petticoats vor, die von Männern durch die Luft gewirbelt werden.
Ch: In einem Milchshake-Laden in den späten Fünfzigern. Bisher mein Lieblingslied des Albums.
Jn: Meines auch. Popowackeln ist immer gut.

6) Down
Jn: Insgesamt ist die Platte schon recht abwechslungsreich – teilweise sogar innerhalb der einzelnen Songs.
Ch: Wobei mir die ruhigeren Stellen nicht ganz so gut gefallen.

7) Cruel Cruel World
Ch: Das ist fast ein klassisches Tom Petty-Lied.
Jn: Bestimmt mag mein Vater das – das ist auch schön radiotauglich.
Ch: Stimmt schon, das ist sehr eingängig. Jetzt kommt dafür aber bestimmt gleich wieder eine eher langweilige Ballade…

8) Are You Gonna Break My Heart?
Jn: Die besten Lieder sind ja immer die, in denen jemand leidet. Das wird ja in “Vincent” ausführlich erklärt.
Ch: In seinem Verlauf hat sich das Album insgesamt schon deutlich gesteigert.
Jn: Es wird. Wahrscheinlich wird es auch nach mehreren Hördurchgängen noch besser.

9) Bad Man
Ch: Der Gesang erinnert mich jetzt schon ein wenig an Krusty, den Clown. Da überschlägt sich die Stimme auch immer so, wenn er sich ans Piano setzt und singt. Aber abgesehen davon ist der Song nicht übel.
Jn nickt

10) The Queen Of Hearts
Ch: Endlich auch noch ein Saxophon!
Jn: Unser Lieblingsinstrument.
Ch: Hier quäkt es aber wenigstens nicht allzu sehr herum…
Jn: …wobei es in dem an sich schönen Lied schon recht überflüssig ist.

Fazit
Ch: Insgesamt ist das jetzt nicht unbedingt meine Lieblingsmusik, aber sonst kann man sich das Album schon recht gut anhören.- 6 Punkte
Jn: Für mich hat das Album eben Höhen und Tiefen. Die besseren Songs höre ich mir gerne noch öfter an, auf die anderen kann ich allerdings gut verzichten.- 5 Punkte

Tourdaten (Support von Nada Surf):
05.11.12 (AT) Feldkirch – Saumarkt Theater (nur Ezra Furman)
06.11.12 (AT) Innsbruck – Weekender
07.11.12 (AT) Wien – Flex
08.11.12 (AT) Graz – Postgarage
09.11.12 (AT) Linz – Ann & Pat (nur Ezra Furman)
10.11.12 Heidelberg – Karlstorbahnhof
11.11.12 Friedrichshafen – Bahnhof Fischbach
12.11.12 Nürnberg – Hirsch
13.11.12 Osnabrück – Rosenhof
14.11.12 Berlin – C-Club
15.11.12 Braunschweig – Meier Music Hall
16.11.12 Freiburg – Jazzhaus
17.11.12 Bochum – Zeche