London

Tom Rosenthal: Go Solo

Tom Rosenthal

Foto: Siddharth Khajuria

Ab und an entgeht einem doch etwas, wenn man sich nicht zur Schar der begeisterten Til Schweiger-Anhänger zählt: Zum Beispiel „Go Solo“, die aktuelle Single des Briten Tom Rosenthal, die auf dem Soundtrack des neuen Schweiger-Streifens „Honig im Kopf“ (der — zumindest dem Trailer und diverser Kurzbeschreibungen nach zu urteilen — recht hübsch zu sein scheint) einen zentralen Platz einnimmt.

Wer deswegen jetzt trotzdem nicht ins nächste Kino rennen möchte, darf sich einfach entspannt zurücklehnen und dem sehr gelassenen Song, untermalt von idyllischen Bildern, lauschen:


♦ Der Sountrack zu „Honig im Kopf“ ist bei Four Music erschienen, die Single „Go Solo“ ist ebenfalls dort erhältlich.

Luke Sital-Singh: „Tornados EP“

Tornados

Nach den beiden in Eigenregie veröffentlichten EPs „Fail For You“ und „Old Flint“ wagt Luke Sital-Singh nun den nächsten Schritt und legt mit seiner dritten EP „Tornados“ sein Major-Debüt (das hierzulande seltsamerweise unter dem Titel „Nothing Stays the Same“ erscheint) vor. Zeit wurde es, denn in seiner britischen Heimat hat sich der 25 Jahre alte Londoner bereits eine solide und stetig wachsende Zuhörerschaft erspielt und auch hierzulande dürften die vier neuen Songs auf viele offene Ohren treffen. Allein das mitreißende „Nothing Stays the Same“, Auftakt und Höhepunkt von „Tornados“, verfügt über jede Menge Hitpotenzial – und das, obwohl das im großartigen Refrain geforderte „Cry your heart out!“ nicht gerade ein Aufruf zur guten Laune ist. „How to Loose Your Life“ schlägt musikalisch in eine ähnliche Kerbe, während die beiden übrigen Stücke „Nearly Morning“ und das anrührende „Tornado Town“ eher balladesk angelegt sind.

Im Vergleich zu den beiden Vorgänger-EPs ist „Tornados“ ein ganzes Stück ausgefuchster und breitwandiger angelegt, aber obwohl hier und da leichte Parallelen zu Mumford & Sons oder gar U2 zu erkennen sind, übertreibt es Luke Sital-Singh niemals mit den großen Gesten und setzt dem stadiontauglichen Pathos der beiden Genannten liebenswerte Bodenständigkeit entgegen, wie man sie zum Beispiel von einem Glen Hansard seit Jahren kennt und schätzt.

Große Empfehlung!

„Tornados“ erscheint am 4. April bei Warner Music.

Hingehen: Eliza and the Bear

Foto: PR

Foto: PR

Wer? Auch wenn der Bandname es nicht vermuten lässt: Unter den fünf Mitgliedern von Eliza and the Bear befindet sich weder ein Bär (was ja nun doch nicht weiter überraschend ist) noch eine Frau namens Eliza. Stattdessen haben wir es mit fünf jungen Herren aus London zu, die sich ganz dem melodiös-verspielten Indiepop verschrieben haben.

Warum? In Erlangen treten die Engländer als Premierengast der Konzertreihe „Deine neue Lieblingsband“ auf. Das ist zwar arg hoch gegriffen, aber allein zur Überprüfung dieser kühnen Aussage lohnt sich der Besuch schon.

Wann und wo? Donnerstag, 23. Januar im E-Werk (Kellerbühne) in Erlangen. Beginn 21 Uhr, der Eintritt ist frei.

Wo noch? 24.1.14 Frankfurt – Ponyhof, 25.1.14 Rees-Haldern – Rock im Saal, 26.1.14 Köln – Die Wohngemeinschaft.

Reingehört: Tiny Ruins

Die einen sind gemacht für ein Leben auf hoher See, die anderen stehen lieber im geringelten Matrosen-Shirt und mit hochgekrempelten Hosenbeinen am Strand, gucken traurig aufs Meer und stellen sich die Fragen, auf die schon in grauer Vorzeit niemand eine Antwort hatte. Genau für diese Sorte Mensch ist „Some Were Meant For Sea“ (Spunk Records), das bereits im vergangenen Sommer erstmals veröffentlichte und nun endlich auch bei uns zu habende Debütalbum der in Neuseeland aufgewachsenen Engländerin Hollie Fullbrook alias Tiny Ruins, ein zuverlässiger Begleiter. Sanfter, sehnsüchtiger Folk, mal etwas rauer, an anderer Stelle dafür so hinreißend schön wie die Duette von Damien Rice und Lisa Hannigan.

Wer da nach dem Hören keine Lust hat, umgehend ans Meer zu fahren, lügt doch wie gedruckt!

Anspieltipps: Priest With Balloons, Death Of A Russian, Adelphi Apartments, Bird In The Thyme.

***

Tiny Ruins live:
03.07.12 Berlin – Madame Claude
18.07.12 (CH) Zürich – Kaufleuten

Song des Tages // Alessi´s Ark

Eventuell ist es ja jemandem schon einmal aufgefallen: Ich ein Freund von leicht verstrubbelten Frauen mit großen Augen und putzigen Stimmen. Weil das so ist, sehe ich dem 22. April schon freudig entgegen. Da veröffentlicht Alessi Laurent-Marke alias Alessi´s Ark bei Bella Union nämlich ihr neues Album „Time Travel“.

„Wire“, der erste Song daraus, lässt schon einmal Großes erwarten:

Alessi´s Ark -„Wire“