Moddi

Moddi stimmt auf seine Zug-Tour ein

Moddi bei seinem Konzert in Heppstädt vergangenen November. (Foto: Christoph Walter)

Moddi bei seinem Konzert in Heppstädt vergangenen November. (Foto: Christoph Walter)

Dieser Tage begibt sich Moddi wieder einmal auf eine etwas augedehntere Konzertreise. Eigentlich ist das keine außergewöhnliche Nachricht, denn der Norweger ist ja sowieso ständig in der Weltgeschichte unterwegs. Diesmal allerdings ist der Zug das Fortbewegungsmittel der Wahl und es bleibt zu hoffen, dass die Fahrt frei von Signalstörungen, Baumaßnahmen und Böschungsbränden verläuft…

Passend zur „Train-Tour“ verschenkt Moddi sein Cover des Vashti Bunyan-Klassikers „Train Song“, dazu gibts obendrauf noch  die norwegische Version des Liedes, die bereits vom im vergangenen Jahr erschienenen Album „Kæm va du?“ bekannt ist.

Moddi auf Tour: 26. April – Essen, Grend / 27. April – Nürnberg, K4 Zentralcafé / 28. April – Mainz, Schon schön / 29. April – Bremen, Lagerhaus / 30. April – Dresden, Tonne / 1. Mai – Freiburg, Räng Teng Teng / 2. Mai – Reutlingen, Franz K. / 3. Mai – Marburg, KFZ.

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P.S. Sehr großartig ist übrigens auch dieses „Train Song“-Cover von Feist und Benjamin Gibbard.

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Lieblingskonzerte im Jahr 2013

Moddi bei seinem Konzert in Heppstädt.- Foto: Christoph Walter

Moddi bei seinem Konzert in Heppstädt.- Foto: Christoph Walter

Vielleicht liegt es am zunehmenden Alter, aber im langsam zu Ende gehenden Jahr haben mich drei Konzerte am meisten begeistert, denen ich (mehr oder weniger) bequem sitzend lauschen konnte. Neben den Sitzmöglichkeiten hatten aber – und das ist wesentlich wichtiger – alle drei Auftritte gemeinsam, dass sie an besonderen Orten und in einem relativ kleinen Rahmen stattfanden, was genug Raum bot, mehr über die Künstler und die Hintergrundgeschichten ihrer Lieder zu erfahren. Diese Intimität und das Wissen darum, einen in dieser Form einmaligen Abend erleben zu dürfen, hat mich dann doch deutlich mehr berührt als zum Beispiel die bombastische, letzten Endes aber recht egale Show von Sigur Rós in München im Februar.

1) Moddi (Theater Kuckucksheim, Heppstädt – 22. November)
Das Publikum eines der ersten Deutschland-Konzerte des damals noch völlig unbekannten Norwegers Moddi bestand – so erzählt man sich jedenfalls – zum Großteil aus Mitgliedern der Familie des Betreibers des Theater Kuckucksheim. Diese waren damals so angetan von der Musik des Lockenkopfes, dass sie fortan nicht lockerließen und ihn immer wieder einluden, bei ihnen ein Konzert zu spielen. Andere Künstler neigen ja bekanntlich dazu, von Liebesbekundungen gegenüber kleineren Veranstaltungsorten auf einmal nichts mehr wissen zu wollen, sobald sich die Möglichkeit auftut, in der nächstgrößeren Halle aufzutreten, aber Moddi hat trotz stetig wachsender Popularität sein Versprechen gehalten und ist mit seiner Cellistin Katrine Schiøtt tatsächlich ins winzige Heppstädt gekommen. Das Theater war selbstredend ausverkauft und die Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten einen magischen Abend – wahrscheinlich den schönsten in der ganzen Geschichte Heppstädts. // Aktuelle Alben: „Kæm va du?“ und „Set the House on Fire“, beide hier zu erwerben.

2) Scott Matthew (Desirena, Nürnberg – 18. Juli)
Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt – diese altbekannte Redewendung fasst Konzerte von Scott Matthew recht treffend zusammen. Auch an einem lauen Sommerabend im lauschigen Freiluft-Amphiteater der Desirena gelang es dem bärtigen Melancholiker und seinem treuen Begleiter Jürgen Stark, das Publikum im einen Moment mit einer von einem wunderbar fiesen Lachen gekrönten Anekdote zu erheitern, nur um es dann wenige Minuten darauf im wahrsten Sinne des Wortes zu Tränen zu rühren. // Aktuelles Album: „Unlearned“, erschienen bei Glitterhouse Records. // Termine: 13.12. Würzburg – Cairo, 14.12. Dresden – Bärenzwinger, 15.12. Leipzig – UT Connewitz.

3) The Black Atlantic (irgendwo in Nürnberg – 10. Dezember)
Spät im Jahr noch ein Höhepunkt: Engagierte Musikliebhaber hatten Geert van der Velde, Sänger und momentan einziges Mitglied der famosen niederländischen Band The Black Atlantic, eingeladen, freundliche WG-Bewohner ihren Dachboden liebevoll zu einem Miniatur-Konzertsaal umfunktioniert. Überflüssig zu erwähnen, dass wie bei den beiden anderen hier gewürdigten Auftritten auch in diesem Fall ein zauberhafter Abend herauskam, der gespannt auf die versprochenen nächsten Wohnzimmer-Konzerte in Nürnberg, aber auch auf den weiteren Werdegang von The Black Atlantic blicken lässt. // Aktuelle EP: „Enshrine“, erhältlich bei Bandcamp.

Moddi mit neuem Video und Konzerten im November

Obwohl Moddi vor ein paar Tagen mit „Kæm va du?“ schon wieder ein neues Album mit ausschließlich Songs in norwegischer Sprache veröffentlicht hat, ist das im Frühling erschienene „Set the House on Fire“ weiterhin aktuell. „Run to the Water“ – ein Duett mit Moddis in London lebenden Landsfrau Kari Kamrud Jahnsen alias Farao – wird demnächst als Single ausgekoppelt und ein sehr stimmungsvolles Video dazu gibt es ebenfalls.

Außerdem schaut der Lockenkopf demnächst ein weiteres Mal für ein paar Konzerte an besonders lauschigen Orten bei uns vorbei: 31.10. Düsseldorf – New Fall Festival, 16.11. Hannover – Feinkostlampe, 17.11. Münster – Fachwerk Ivenbeck, 18.11. Göttingen – Junges Theater, 21.11. Schorndorf – Manufaktur, 22.11. Heppstädt – Theater Kuckucksheim.

Moddi | En sang om fly

Die letzten paar Tage habe ich auf einer windigen Insel in der Nordsee verbracht und mich mit dem Gedanken angefreundet, in Zukunft vielleicht doch öfter einmal auf Inseln Urlaub zu machen. Eventuell ja sogar auf den Lofoten vor der Küste Norwegens, wo Moddi jüngst auf dem Flughafen des Städtchens Svolvær „En sang om fly“ eingespielt hat. Ein erster Vorbote des neuen, komplett in norwegischer Sprache gehaltenen Albums „Kæm va du?“, das Mitte Oktober – und damit nur gut ein halbes Jahr nach dem letzten Streich „Set the House on Fire“ – erscheint.

Im Herbst kommt Moddi außerdem wieder für ein paar Konzerte nach Deutschland. Unter anderem gastiert er am 22. November im Theater Kuckucksheim in Heppstädt. Alle Termine hier.

Wochenchronik 05/13

Sehen

– Animierte Musikvideos sind in den allermeisten Fällen per se schon eine sehr erfreuliche Angelegenheit. Stimmt dann auch noch der Song – hier das feine „Listing“ von Minus The Bear – macht alles gleich noch mal so viel Spaß.

– Ein wenig fühlte es sich an wie ein Gruß aus einer längst vergangenen Epoche, als ich jüngst ein Video von Shawn Mullins entdeckte. Im Jahr 1998 landete der US-Songwriter mit „Lullaby“ einen großen Hit, verschwand dann aber recht schnell wieder aus dem Fokus der Öffentlichkeit. Untätig war Shawn Mullins seitdem aber natürlich nicht; seit dem Erfolgsalbum „Soul´s Core“ erschienen einige weitere Platten (zuletzt „Light You Up“, 2010), mit denen munter getourt wurde. Vielleicht ist ja nun die Zeit reif, mir die neueren Werke mal anzuhören – „Sunshine“ macht nämlich einen ziemlich guten Eindruck.

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Anhören

„Pedestrian Verse“, das mittlerweile vierte Album der schottischen Schwitzkünstler Frightened Rabbit, erscheint bei uns am 15. Februar. Beim Guardian gibt es die – ersten Eindrücken nach – sehr großartige Platte vorab als Stream in voller Länge.

– Von Winston Yellen alias Night Beds war hier vor einer Weile bereits die Rede. Am 8. Februar erscheint via Dead Oceans nun das mit Spannung erwartete Debütalbum „Country Sleep“, das bei Pitchfork bereits jetzt in voller Länge angehört werden kann.

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Hingehen

Bring The Mourning On auf Tour:
16.02. Chemnitz – aaltra
17.02. Göttingen – Pools
18.02. Berlin – Loophole
19.02. Haldern – Haldern Pop Bar
20.02. Nürnberg – MUZclub

Sons Of Noel And Adrian auf Tour:
17.02. Münster – Pension Schmidt
18.02. Hamburg – Kampnagel
19.02. Dresden – Beatpol
20.02. Nürnberg – MUZclub
21.02. Reutlingen – franz.K
22.02. (AT) Ebensee – Kino
25.02. Wetzlar – Franzis

Moddi mit neuem Album „Set the House on Fire“ auf Tour:
02.04.13 Hamburg – Prinzenbar
04.04.13 Berlin – Bi Nuu
05.04.13 München – Ampere
06.04.13 Offenbach – Hafen 2
07.04.13 Köln – Gebäude 9

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Kaufen

– Es muss ja nicht immer das Allerneuste sein: „Family“, die sehr anrührende, im Sommer 2011 erschienene EP von Noah Gundersen aus Seattle, ist auch jetzt noch eine Entdeckung wert. Für knapp fünf Euro sind die sieben Songs bei Bandcamp als digitaler Download erhältlich, einziger Wermutstropfen an der ganzen Sache ist der Umstand, dass der Amerikaner auf seiner ausgedehnten Tournee nicht über den großen Teich kommt.

Zukunftsmusik (7)

Heute: Moddi

Moddi

Bereits im Sommer tauchte im Internet eine ziemlich großartige Live-Version von „House by the Sea“, einem neuen Song von Moddi, auf – am 11. Januar erscheint das Lied dann auch ganz offiziell als erste Single-Auskopplung des kommenden Albums „Set the House on Fire“. Der gespannt erwartete Nachfolger von „Floriography“ wird im März veröffentlicht, ab April gehen der norwegische Lockenkopf und seine Band damit auf Tour.

Einar Stray: Im Januar auf Tour

Foto: Sara A. Spilling

Man kennt das ja aus den Vorjahren: Bis gut eineinhalb Wochen vor Weihnachten häufen sich die besuchenswerten Veranstaltungen noch einmal, dann herrscht eine ganze Weile Flaute, bevor ab dem Dreikönigstag wieder die ersten Bands auf die popmusikalisch ausgehungerten Damen und Herren Konzertgänger losgelassen werden.

Ein erster Höhepunkt des Jahres 2012 könnte die Tour des norwegischen Wunderkindes Einar Stray werden. Obwohl der Songschreiber und Pianist gerade einmal 21 Jahre alt ist, kann er schon einige Großtaten vorweisen. So tourte er gemeinsam mit Moddi durch die Lande, mit dem er auch 2008 die Split-EP „Favors & Fields“ veröffentlichte. Im Februar 2011 folgte das von der Kritik hymnisch gefeierte Debütalbum „Chiaroscuro“, das am 13. Januar 2012 via Sinnbus auch bei uns erscheint. Zuletzt spielte der Norweger, der ganz unbescheiden Efrim Menuck, Thom Yorke, Win Butler, Jonsí Birgisson, Sufjan Stevens und Emil Svanängen als seine Einflüsse nennt, ein paar Support-Shows für Hundreds (die einzige in Deutschland findet heute Abend in München statt), für deren am Freitag ebenfalls bei Sinnbus erscheinendes Cover-Album „Variations“ er den Song „Little Heart“ neu interpretierte.

„Da kommt etwas Unvergessliches!“ jubelt das Label jetzt schon. Dem soll hier nicht widersprochen werden. Zumindest nicht bis Januar…das Konzert im Neuen Museum ist bereits dick im Kalender vorgemerkt.

Einar Stray: „Chiaroscuro“

Termine:
29. November: München – Feierwerk (Support für Hundreds)
4. Januar: Hamburg – Zentrale im Thalia Theater (+ Me And My Drummer)
5. Januar: Rostock – MS Stubnitz (+ Me And My Drummer)
6. Januar: Leipzig – UT Connewitz (+ Me And My Drummer)
7. Januar: Erfurt – Franz Mehlhose (+ Me And My Drummer)
8. Januar: Bayreuth – Glashaus (+ Me And My Drummer)
10. Januar: Nürnberg – Neues Museum (+ Me And My Drummer)
11. Januar: Magdeburg – Projekt 7 (+ Me And My Drummer)
12. Januar: Hannover – Feinkostlampe (+ Me And My Drummer)
13. Januar: Köln – Theater @ Die Wohngemeinschaft (+ Me And My Drummer)
14. Januar: Haldern – Haldern Pop Bar (+ Me And My Drummer)
16. Januar: Göttingen – Apex (+ Me And My Drummer)
17. Januar: Dresden – Societaetstheater (+ Me And My Drummer)
19. Januar: (A) Graz – Postgarage (+ Me And My Drummer)
21. Januar: Berlin – HBC (+ Me And My Drummer)
19. Februar: Bochum – Urban Urtyp @ Christuskirche Bochum
21. Februar: Potsdam – Waschhaus
24. Februar: (A) Wien – Haus der Musik

Moddi // Away From Home

Ab morgen ist Moddi wieder einmal für einige Konzerte in Deutschland (allerdings leider nicht in Franken) unterwegs und es empfiehlt sich, ein paar Euro mehr mitzunehmen, um am Merchandise-Tisch das frisch erschienene Fotobuch „Away From Home“ zu erstehen. Verantwortlich für die auf verschiedenen Touren entstandenen Bilder zeichnet Jørgen Nordby, der nicht nur Schlagzeuger in der Band des norwegischen Lockenkopfes, sondern auch ein sehr talentierter Fotograf ist.

Abgerundet wird „Away From Home“ von einem Soundtrack, der dem Buch als CD beiliegt und neben Beiträgen befreundeter Musiker auch einen großartigen Remix von „Rubbles“ enthält. Für alle, die keine Gelegenheit haben, den Bildband bei einem der Konzerte zu kaufen, steht zumindest der Soundtrack als Trostpflaster bei Bandcamp zum kostenlosen Download bereit.

Termine:
9. November: Berlin – Privat Club
10. November: Dresden – Beatpol
11. November: Hannover – Feinkost Lampe
12. November: Rees-Haldern – Haldern Pop Bar
13. November: Essen – Grend
15. November: Wiesbaden – Räucherkammer