Tour

Lambs & Wolves: Trouble

Lambs & Wolves

Lambs & Wolves sind schon seit ihrer ersten Veröffentlichung ein immer wieder gern gesehener Gast auf diesem Blog. Selbstverständlich soll auch „Trouble“, die neuste EP der Band aus Waldshut-Tiengen an der Grenze zur Schweiz, nicht unerwähnt bleiben — immerhin zeigen die vier Songs doch sehr schön, dass sich die Formation um Julian Tröndle während der letzten Jahre deutlich weiterentwickelt hat. Stand früher noch leichtfüßiger, äußerst eingängiger Folk-Pop im Stile der nicht mehr aktiven Isländer Seabear im Zentrum, sind die neuen Stücke von Lambs & Wolves — allen voran die ausladenden „Blame“ und „By the Morning“ — wesentlich experimenteller und vielschichtiger ausgefallen. Scheint so, als hätte sich da jemand für die Zukunft noch Einiges vorgenommen…


♦ Lambs & Wolves: Trouble EP; ab sofort erhältlich in digitaler Form und bei den anstehenden Konzerten auch zusammen mit der „Afraid Enough“-EP auf Vinyl.


Tourdaten:
16.02.15 (AT) Innsbruck — Die Bäckerei
17.02.15 (CH) Zürich — Henrici
18.02.15 Freiburg — Ruefetto
19.02.15 München — Backstage
20.02.15 Leipzig — Noch Besser Leben
21.02.15 Heidelberg — Action House

Dan Mangan + Blacksmith: Club Meds

Dan Mangan

Mit seinen beiden ersten Alben, dem hierzulande nie offiziell veröffentlichten „Postcards & Daydreaming“ und dem vier Jahre später erschienenen „Nice, Nice, Very Nice“, hat sich Dan Mangan den Ruf eines exzellenten Songschreibers erspielt, dem es mit vergleichsweise einfachen Mitteln gelang, zwischen mitsingtauglichen Wohlfühl-Liedern (allen voran natürlich „Robots“) und todtraurigen, ernsthaften Stücken („Basket“) ein breites Spektrum an Emotionen abzubilden. Auf dem 2011 veröffentlichten „Oh Fortune“ machte der Kanadier dann allerdings einen ersten Schritt weg von seinem Image als sympathischer Mann mit Gitarre, was wohl auch am Einfluss seiner Begleitband lag, die sich aus exzellenten, eher dem Jazz und Experimentellem verschriebenen Musikern zusammensetzte. Der Pfad, der damals mit Songs wie „Post War Blues“ beschritten wurde, wird nun auf „Club Meds“ konsequent weiterverfolgt — davon zeugt unter anderem bereits der Entschluss, der Band als „Blacksmith“ nun auch einen Platz auf dem Albumcover zu geben. Abgesehen davon ist die Platte deutlich sperriger und längst nicht so zugänglich ausgefallen wie ihre Vorgänger. Althergebrachte Songstrukturen spielen kaum eine Rolle und auch Mitsingbares findet sich weit und breit nicht, dafür gibt es viel Komplexität und Vertracktheit.

Ein Album zum nebenbei Weghören ist „Club Meds“ also nicht, sondern eher ein Werk, in das man sich in vielen Hördurchgängen reinfuchsen muss. Manches — wie etwa das zornige „Mouthpiece“, das getragene „XVI“ oder das wuchtige „Forgetery“ — geht vergleichsweise schnell ins Ohr, andere Songs bleiben auch nach mehrmaligem Hören ein Rätsel. Mit „Club Meds“ läutet Dan Mangan ohne Zweifel eine neue Phase seines Schaffens ein — die Frage, ob einem das musikalisch äußerst anspruchsvolle und versierte „Club Meds“ über die Zeit aber ebenso sehr ans Herz wachsen wird wie einst „Nice, Nice, Very Nice“, muss jede Hörerin und jeder Hörer für sich selbst entscheiden. {3,5/5}


Dan Mangan + Blacksmith: Club Meds; City Slang, erscheint am 9. Januar.


Tourdaten:
09.04.15 Köln — Gebäude 9
14.04.15 München — Strøm
15.04.15 Dresden — Beatpol
16.04.15 Berlin — Postbahnhof
17.04.15 Hamburg — Uebel & Gefährlich
18.04.15 Bremen — Nordlicht Festival
19.04.15 Heidelberg — Querbeet Festival

Kalle Mattson: Neues Album und Tour

Kalle Mattson vor einer floralen Tapete.- Foto: PR

Kalle Mattson vor einer floralen Tapete.- Foto: PR

Kalle Mattson aus Ottawa erfreut sich in seiner kanadischen Heimat bereits seit einer Weile wachsender Beliebtheit – „Water Falls“ avancierte gar zu einem kleinen Hit – bei uns dagegen ist der junge Mann noch ein echter Geheimtipp. Das könnte sich allerdings demnächst ändern, denn im Januar wagt der Songwriter zum ersten Mal den Sprung über den großen Teich und spielt ein paar Konzerte (einige davon im Vorprogramm von Kevin Devine) in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zur Einstimmung auf die sicher sehr schönen Abende im Winter hat das Berliner Label Trickser dieser Tage eine sieben Songs starke digitale EP mit älteren und neuen Stücken des 22 Jahre alten Kanadiers veröffentlicht (hier kaufen). Noch mehr neue Musik von Kalle Mattson folgt dann im Februar, wenn das dritte Album „Someday, the Moon Will Be Gold“ erscheint. Vorbestellt werden kann die Platte in diversen Ausführungen bei Bandcamp schon jetzt, in die beiden ziemlich hervorragenden Stücke „An American Dream“ und „Darkness“ darf außerdem bereits hineingehört werden.

Tourdaten:
21.01.14 Münster – Pension Schmidt
22.01.14 Hamburg – Knust Bar
23.01.14 Hannover – Feinkostlampe
24.01.14 Berlin – Magnet (+ Kevin Devine)
25.01.14 Dresden – Schwarzer Salon
27.01.14 (A) Wien – B72 (+ Kevin Devine)
28.01.14 (A) Graz – PPC (+ Kevin Devine)
29.01.14 (A) Innsbruck – Weekender (+ Kevin Devine)
30.01.14 (A) Salzburg – Rockhouse (+ Kevin Devine)
31.01.14 (CH) Bern – Café Kairo
01.02.14 (CH) Baden – One Of A Million Festival

Mittwochsmusik: Paper Beat Scissors

Reist entspannt auf dem Rücksitz: Paper Beat Scissors (Foto: Nick Wilkinson).

Reist entspannt auf dem Rücksitz: Paper Beat Scissors (Foto: Nick Wilkinson).

Loop-Geräte sind – richtig bedient – eine schöne Sache, aber gerade live wird es optisch zuweilen ein wenig langweilig, wenn da nur ein Männlein auf der Bühne steht und an diversen Gerätschaften herumfrickelt. Den Umstand, dass Konzerte einfach mehr Spaß machen, wenn sich etwas mehr rührt, hat Tim Crabtree alias Paper Beat Scissors wohl ebenfalls erkannt. Dehalb reist der Kanadier zu seinen anstehenden Auftritten in Deutschland und Österreich gleich mit einem halben Dutzend Mitstreiterinnen und Mitstreitern an – darunter auch Michael Feuerstack, der einigen sicher unter seinem alten Pseudonym Snailhouse bestens bekannt sein dürfte.

Zur Einstimmung auf die Tour empfehlen sich das hervorragende, vor einiger Zeit endlich auch bei uns ganz offiziell veröffentlichte, namenlose Album sowie die sehr hübsche, zum kostenlosen Download bereitstehende Pinball Session.

Termine:
14.11.13 München – Kranhalle
15.11.13 (A) Feldkirch – Theater am Sauermarkt
16.11.13 (A) Wien – Bluebird Festival
17.11.13 (A) Innsbruck – PMK
19.11.13 (A) Graz – Postgarage
20.11.13 Dresden – Thalia Theater
21.11.13 Münster – Gleis 22
22.11.13 Weißenhäuser Strand – Rolling Stone Weekender
23.11.13 Hamburg – Uebel & Gefährlich
24.11.13 Berlin – Monarch
25.11.13 Frankfurt – Brotfabrik
26.11.13 Stuttgart – Schocken

Live: Neil Halstead

Auf Tour mit neuem Album

Neil Halstead

Obwohl der Brite Neil Halstead sicher nicht als Nikolaus verkleidet auf der Bühne stehen und Weihnachtslieder* schmettern wird, passt seine anstehende Tournee doch bestens in die Adventszeit. Die aufs Wesentliche beschränkten, minimalistisch arrangierten Songs – zuletzt meisterhaft zelebriert auf dem mittlerweile dritten Solo-Album „Palindrome Hunches“ (hier in voller Länge anzuhören) – des Slowdive-Gründungsmitglieds, Frontmannes der momentan auf Eis liegenden Mojave 3 und begeisterten Surfers versprühen nämlich auch ohne weihnachtliches Beiwerk jede Menge Besinnlichkeit und Ruhe. Tugenden also, die bei all dem hektischen Treiben da draußen leider viel zu kurz kommen.

* eines wird er wahrscheinlich dann aber doch spielen:

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Termine:
13.12.12 Münster – Gleis 22
14.12.12 Berlin – Comet Club
16.12.12 (CH) Zürich – Papiersaal
17.12.12 Stuttgart – Schocken
18.12.12 Erlangen – E-Werk
19.12.12 Köln – King Georg
20.12.12 Frankfurt – Brotfabrik

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Tickets zu gewinnen:
Für das von uns präsentierte Konzert am 18. Dezember im Erlanger E-Werk (Kellerbühne, Beginn 21 Uhr) verlosen wir 1×2 Tickets. Mitmachen ist wie immer denkbar einfach: Schickt einfach bis zum 13. Dezember um 18 Uhr eine Mail mit dem Betreff „Neil Halstead“ und Eurem vollständigen Namen – wichtig für die Gästeliste – an yousoundgreat(at)googlemail(punkt)com. Viel Glück!

Dad Rocks! // Mount Modern

Zugegeben, es gibt tollere Künstlernamen als Dad Rocks! und auch das krampfhafte Festhalten an der Idee, unbedingt ein cooler Vater sein zu müssen, darf gerne mit einer hochgezogenen Augenbraue kommentiert werden. Musikalisch ist das Solo-Schaffen von Mimas-Sänger Snævar Njáll Albertsson allerdings über alle Zweifel erhaben, treffen hier doch klassisches Singer-Songwritertum, raffinierte Instrumentierung, ein wenig Elektronik und ein gutes Maß an Verschrobenheit aufeinander.

Am 7. September erscheint „Mount Modern“, das anderswo bereits im vergangenen Herbst erstmals veröffentlichte aktuelle Album von Dad Rocks!, via Father Figure Records nun endlich auch bei uns ganz offiziell. Vorab gibt es am 24. August die Single „Battle Hymn of the Fox Father“ und gleich danach beehren uns der mittlerweile in Dänemark lebende Isländer und seine Band für ein paar Konzerte.

Tourdaten:
30.08.12 Hamburg – Astra Stube
01.09.12 Dresden – Sound of Bronkow Festival
04.09.12 Göttingen – Pools
06.09.12 Hannover – Feinkost Lampe
09.09.12 Bonn – Das NYX
11.09.12 Mainz – Schon Schön
12.09.12 (CH) Zürich – Rossa
14.09.12 (CH) Nyon – La Parenthese
15.09.12 (CH) Porrentruy – Anniversaire École
18.09.12 Offenbach – Hafen 2
19.09.12 Münster – Teilchen & Beschleuniger

Neues // Tim Neuhaus³

Foto: Jennifer Eberhardt

Wer in den letzten Wochen ein paar Mal hier vorbeigeschaut hat, mag sie vielleicht bemerkt haben, meine Begeisterung für Tim Neuhaus und sein hervorragendes neues Album „The Cabinet“.

Um allerdings etwaige Abnutzungserscheinungen durch allzu viele Beiträge in allzu kurzer Zeit zu vermeiden, ist dies erst einmal der letzte Hinweis auf den über die Maßen sympathischen Songschmied (dafür allerdings mit drei Neuigkeiten auf einmal):

1) Das nicht für Epileptiker geeignete Video zur neuen Single „Troubled Minds“ gibt es ab sofort bei putpat.tv zu sehen.

2) Der Remix-Wettbewerb zu „As Life Found You“ ist mittlerweile beendet und zehn Beiträge stehen bei Soundcloud zum kostenlosen Download bereit – darunter auch dieses Schmuckstück:

Tim Neuhaus – „As Life Found You“ (Aint Remix)

3) Heute Abend fällt in Leipzig der Startschuss zur Tour. Gerüchte besagen, dass beim Konzert in Hamburg Marcus Wiebusch die zweite Stimme beim „Lisztomania“-Cover singen wird. Bitte überprüfen!

09.03. Leipzig - Werk 2
10.03. Jena - Rosenkeller
11.03. Berlin - Comet
12.03. Magdeburg - Projekt 7
14.03. München - Ampere
15.03. Stuttgart - Zwölfzehn
16.03. Münster - Gleis 22
17.03. Oberhausen - Druckluft
18.03. Hamburg - Molotow
19.03. Bremen - Tower
20.03. Köln - Studio 672
21.03. Saarbrücken - Garage
22.03. Frankfurt - Das Bett
01.04. Düsseldorf - Forum Freies Theater
02.04. Haldern - Haldern Pop Bar

Live // Dan Mangan im Juni auf Tour

Foto: Jonathan Taggart

Gute Nachrichten: Der wunderbare Dan Mangan, dessen überragendes Album „Nice, Nice, Very Nice“ bei mir nun schon seit Monaten fast in Dauerrotation läuft, schaut im Juni für fünf Shows in Deutschland vorbei.

Dumm nur, dass das einzige Konzert, das halbwegs in meiner Nähe stattfindet (Frankfurt), vom Termin her äußerst ungünstig liegt. Deshalb bleibt mir wohl bloß die Vorfreude auf die neue LP, an der bereits mit Hochdruck gewerkelt wird. Sollte Dan Mangan allerdings in deiner Stadt gastieren, musst du unbedingt hingehen (und mir ein „Camp Mangan“-Shirt in Größe M kaufen).

Live:
05.06. Frankfurt – Brotfabrik
08.06. Köln – Gebäude 9
09.06. Hamburg – Grüner Jäger
10.06. Berlin – Rosi´s
11.06. Beverungen – Orange Blossom Festival